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Traumstart für Dritte

Mit einem in dieser Höhe völlig unerwarteten 6½:1½-Erfolg über den Aufsteiger Königsspringer Herford erwischte unsere dritte Mannschaft einen optimalen Auftakt in die NRW-Klasse. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der keine einzige Partie verloren ging, konnten so nicht nur zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesichert werden, sondern das Team darf sich für einen Spieltag sogar an der Tabellenspitze sonnen.

Beide Mannschaften mussten auf zwei Stammspieler verzichten, so dass bei der nominellen Ausgeglichenheit beider Teams ein sehr knappes Match zu erwarten war. Der Auftakt verlief dabei in unserem Sinne: Der Chef des bekannten Nachrichten-Portals schach.com, Axel Fritz geriet in der Eröffnung gegen Ortwin Peters auf Abwege und konnte trotz einiger hübscher taktischer Tricks langfristig entscheidenden Materialverlust nicht verhindern. Auch Oliver Kniest konnte am Spitzenbrett mit den schwarzen Steinen nach einem taktischen Versehen seines Kontrahenten einen Bauern erobern. So war die erste Punkteteilung, die Ralf Hubert problemlos mit Schwarz gegen IM Pieper Emden erreichte, durchaus in unserem Sinne.

Nach drei Stunden konnte Ortwin Peters dann seinen Materialvorteil realisieren und die Führung erzielen. Noch vor der Zeitkontrolle remisierte dann Martin Auer, aus dessen Rossolimo-Sizilianer schnell eine spanische Struktur entstanden war, in dem sich sein Anzugsvorteil verflüchtigt hatte. Eine weitere Punkteteilung gab es bei Dirk Schockenbäumer, der mit zwei Mehrbauern dem drohenden Gegenspiel seines Kontrahenten vermutlich zu großen Respekt entgegenbrachte und die taktisch geschickte Offerte seines Gegners annahm.

So ging es beim Stande von 2½:1½ in die Zeitnotphase, in der an den Brettern von Markus Boos und Naufel Elmali schließlich der Kampf entschieden wurde. Naufel zeigte wie bereits in der Vorwoche in der Jugendbundesliga eine sehr engagierte Leistung, die er diesmal auch in einen vollen Zähler ummünzen konnte. Mit Schwarz brachte er in einer Scheveninger Struktur das schwarze Gegenspiel mustergültig zur Geltung, so dass sein Opponent bei späterer Überlastung seiner unkoordinierten Figuren entscheidende Materialverluste nicht mehr verhindern konnte. Die spektakulärste Partie des Tages spielte Markus Boos, der nach sehr gut verlaufener Eröffnung etwas zu optimistisch mit seiner Dame auf Materialfang ging und schließlich den »Notausgang« nehmen musste, indem er diese für einen Turm und zwei Bauern opferte und zusätzlich einen gefährlichen Freibauern auf der sechsten Reihe erhielt. Absolute Klarheit über die objektive Einschätzung der Stellung konnte auch in der Analyse nicht gewonnen werden, in jedem Fall war die weiße Stellung bedeutend einfacher zu spielen, was bei der großen Zeitknappheit schließlich zu einem recht ungefährdeten Sieg von Markus führte.

Beim Zwischenstand von 4½:1½ konnten Benedikt Marquardt und Oliver Kniest befreit ihre leicht vorteilhaften Stellungen auf Gewinn spielen und wurden schließlich nach fast sechs Stunden beide mit einem vollen Zähler belohnt, was den sehr guten Kampf zu einem perfekten Saisonauftakt abrundete.

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