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Zwei Pokalmannschaften weiter

Von den beiden Mannschaften unseres Vereins, die sich für die Pokalmannschaftsmeisterschaft auf Verbandsebene qualifiziert hatten, hatte die erste in der ersten Runde ein Freilos. Die zweite musste aber an die Bretter: Wir spielten in der Aufstellung Joachim Görke, Christopher Blomel, Michael Pfeiffer und Stephan Borchert gegen die erste Mannschaft des SV Düsseldorf 1854.

Bis auf Brett 1 waren alle Gegner nominell stärker als wir, was Stephan an Brett 4 auch relativ schnell zu spüren bekam. Er stellte sich gegen die geschlossene Variante des Sizilianers nicht optimal auf und verwaltete kurz nach der Eröffnung bereits die schlechtere Stellung. Besser erging es Christopher und Michael. Christophers Gegner brachte in einer selten gespielten Variante der Modernen Verteidigung seine Dame sehr frühzeitig ins Spiel, die dann auch umgehend in der Brettmitte gefangen wurde. Der Gegner erhielt nur Turm und Bauer als Gegenwert, so dass Christopher bereits nach etwa einer halben Stunde auf Gewinn stand! Michael bekam es mit einem Nimzo-Inder zu tun, in welchem der Gegner durch mehrfachen Abtausch in der Brettmitte eine Stellung mit isoliertem Damenbauer herbeiführte. In diesem Stellungstyp kennt sich Michael allerdings sehr gut aus und nach zwei Ungenauigkeiten seines Gegenübers konnte er bereits ein entscheidendes Springeropfer anbringen und den Führungstreffer erzielen.

Etwas Sorge bereitete uns aber Joachim. Er hatte es wieder einmal mit dem Aljechin-Chatard-Angriff im Franzosen zu tun, gegen den er im letzten Mannschaftskampf verloren hatte. Diesmal verteidigte sich Joachim allerdings besser und nach einer Ungenauigkeit seines Gegners im Endspiel endete die Partie mit einem Remis. Währendessen verlor der völlig indisponierte Stephan seine Partie und Christopher hatte es nun mit Dame gegen Turm in der Hand, uns eine Runde weiter zu bringen. Die Stellung war verschachtelt, der Gegner verteidigte sich sehr zäh und Christopher fand wohl nicht den rechten Plan, so dass es mehr als 90 Züge (!) und fast 6 Stunden dauerte, bis er seinen materiellen Vorteil verwerten konnte. Um kurz vor 21:00 Uhr hieß es dann 2½:1½ für uns und wir sind in die nächste Runde eingezogen.

Michael Pfeiffer

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