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Ventzislav Inkiov gewinnt V. Karnevals-Open

Die Preisträger des Karnevals-Open 2014  (v.l.): Maik Naundorf, Stephan Härtel, Svetlin Mladenov, Peter Herzum, Adrian Müller, Alex Peters, Zoya Schleining, Isabelle Rieger, Ventzislav Inkiov

Die Preisträger des Karnevals-Open 2014 (v.l.): Maik Naundorf, Stephan Härtel, Svetlin Mladenov, Peter Herzum, Adrian Müller, Alex Peters, Zoya Schleining, Isabelle Rieger, Ventzislav Inkiov

Der Sieger unseres Karnevals-Open 2014 heißt Ventzislav Inkiov. Dem 57-jährigen Bulgaren reichte nach seinem vierten Sieg am Vormittag  in der Schlussrunde ein Kurz-Remis gegen seine einzige verbliebene Verfolgerin Zoya Schleining, um sich mit 4½/5 den Titel zu sichern. Die deutsche Nationalspielerin landete mit 4 Zählern dank der besten Buchholz-Wertung innerhalb der fünfköpfigen Verfolgergruppe auf dem zweiten Platz, während die weiteren Hauptpreise an Svetlin Mladenov und Alex Peters gingen.

Den Grundstein für seinen Turniersieg legte GM Inkiov in der 4. Runde, als er gegen die Tarrasch-Verteidigung von FM Dmitrii Marcziter aus der Eröffnung heraus in Vorteil kam und diesen mit sauberer Technik in ein gewonnenes Endspiel transferierte. Parallel gab am Nebenbrett der dritte Tabellenführer Alex Peters ein ausgeglichenes Turmendspiel gegen WGM Zoya Schleining noch aus der Hand und verlor nach hartem Kampf. Damit avancierte Schleining mit 3½/4 zur einzigen Verfolgerin von Inkiov, da alle anderen Duelle der Spieler mit 2½ Zählern Remis endeten.

Die größte Dramatik hatte dabei das Duell zwischen dem Iserlohner Maik Naundorf und dem topgesetzten IM Svetlin Mladenov. Dieser ging in einer verschachtelten Stellung mit ungleichfarbigen Läufern nach der Zeitkontrolle ein hohes Risiko und öffnete die Position unter Bauernopfer, konnte aber keine entscheidenden Fortschritte erzielen. Mit knapp 50 Sekunden Restbedenkzeit lehnte er in unklarer, aber objektiv schlechterer Stellung ein Remisangebot von Naundorf ab und hatte dann Glück, dass dieser mit 25 gegen 8 Sekunden Restbedenkzeit lieber Dauerschach gab, statt mit besserer Stellung und Zeit auf Gewinn zu spielen.

In der Schlussrunde waren sich dann Inkiov (4) und Schleining (3½) schnell einig. Das Remis sicherte dem Bulgaren den Turniersieg, während Schleining, die um ein Ticket für die Olympia-Mannschaft nach Tromsö kämpft, sich ein leichtes Elo-Plus sicherte. Dahinter wurde an acht Brettern unter den Spielern mit jeweils drei Zählern hart um den Sieg und einen möglichen Platz in den Preisrängen gekämpft. Dabei gelang dem nicht in bester Form agierenden Svetlin Mladenov ein versöhnlicher Abschluss-Erfolg gegen Thomas Vogt, was ihm den dritten Platz hinter Schleining sicherte. Der vierten Platz holte sich Alex Peters, dem es als einzigem Spieler gelang, den sehr stark agierenden Dariusz Gorzinski zu bezwingen.

Während die restlichen Spitzen-Begegnungen nach teilweise dramatischem Verlauf Remis endeten, konterte Maik Naundorf den favorisierten Dmitrii Marcziter aus, nachdem dieser sein Gewinnstreben in einer ausgeglichenen Position übertrieben hatte. Dadurch wurde Marcziter nach seinem schwarzen Tag mit zwei Niederlagen ins Mittelfeld durchgereicht, während Naundorf für sein sehr starkes Turnier mit Rang 5 und dem Ratingpreis für TWZ unter 2150 belohnt wurde. Für Bernhard Nagel reichte dagegen sein Endspurt mit 4 Zählern nach seiner Auftaktniederlage nicht für einen Preis – er landete auf dem undankbaren sechsten Platz.

Michael-Berg

Bester Solinger Spieler: FM Michael Berg

Bei den anderen Sonderpreisen dominierte die Jugend:  Während der Jugend-Spitzenspieler des Düsseldorfer SK, Peter Herzum, sich mit 3/5 den U20-Preis holte, gingen mit den Preisen für TWZ unter 1750 und 1550 gleich zwei Ratingkategorien an Jugendliche des Fidelen Bauern Leverkusen in Gestalt von Isabelle Rieger und Adrian Müller.

Stephan Härtel (Bergheim) spielte sein erstes Turnier nach 23 Jahren Pause und wurde für starke 3½ Zähler mit dem Preis für TWZ unter 1950 belohnt. Auf die gleiche Punktzahl kamen auch Michael Berg und Joachim Görke, die auf den Rängen 8 und 13 beste Solinger wurden.

Damit blieben die Solinger Spieler in diesem Jahr ohne Preise, werden aber bestimmt versuchen, dies im kommenden Jahr zu korrigieren, wenn vom 13.–15. Februar das VI. Solinger Karnevals-Open ausgetragen werden wird.

Endstand

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