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Achte erkämpft in Remscheid ein 4:4

Im DRK-Haus Remscheid konnte sich niemand daran erinnern, dass Markus Schwedler in einem Mannschaftskampf als letzter verbleibender Spieler am Brett sitzt und das Wohl und Wehe des Ausgangs des Wettkampfs bestimmen kann. Und doch sollte er zum Helden des Tages werden. Verdient mit einer blitzsauber gespielten Partie.

Markus gilt als der König der frühen Remis. Doch Remis spielten zunächst andere: Zuerst hielt gegen Mitte dritten Spielstunde am 6. Brett Engelbert Kletzl mit seiner französischen Verteidigung alle weißen Figuren von seinem König weg. Kurz darauf hielten auch am 5. Brett Philipp Müller und sein Gegner die spanische Partie beidseitig nicht mehr für gewinnträchtig. 1:1 stand es. Philipp hatte zuvor einen Figurengewinn fälschlicherweise ausgeschlagen, weil er den Gegenangriff als zu stark einschätzte.

Dann rappelte es zum ersten Mal im Karton der Achten: Klaus Drunk hatte es am 8. Brett mit der Remscheider Legende Willi Stollwerk zu tun. Klaus – von einer Fischvergiftung immer noch geschwächt – tauschte in einem c3-Sizilianer ab, was ging und setzte aufs Endspiel, dann fehlte ihm aber das berühmte Tempo und der Senior aus der Nachbarstadt gewann. Nicht viel besser machte es am 2. Brett Gerd Nießen mit seiner französischen Verteidigung. Zur Mitte der vierten Spielstunde wurde er ebenfalls im Endspiel entscheidend ausgekontert. Da konnte am 1. Brett Jan Berents keinesfalls Remis spielen und drang tief auf die siebte und achte Reihe vor; der Gegner hatte ihm mit seiner holländischen Verteidigung dazu offene Linien angeboten.

Zuvor wurde es aber noch richtig dramatisch. Am 4. Brett übersah Reinhold Wygas ein eigenes Zwischenschach und stellte leider Material ein, obwohl er der Damen-Gambit-Eröffnung heraus zunächst gute Angriffschance kreiert hatte. Er reichte die Hand übers Brett. 1:4 lag die Achte zurück. Nun manövrierte Jan seine Figuren Richtung Königsangriff. Und am Ende konnte sein Gegner dem Druck nicht mehr standhalten. 2:4 – das Remis war wieder vor Augen. In seiner italienischen Partie hatte Kurt Rist am 7. Brett einen vielversprechenden Angriff gestartet. Der Gegner übersah unter Druck eine Springergabel. 3:4, die Aufholjagd ging weiter.

Markus Schwedler hatte da bereits einen ganzen Turm mehr, aber irgendwie hielt sein Gegner mit den schwarzen Figuren die Stellung. Und doch weiß man ja, dass fast nichts im Schach so schwer ist, wie eine gewonnene Partie auch zum Sieg zu führen. Markus wurde von den Mitspielern angefeuert: „Du gehst in die Geschichte ein“, gab man ihm für die letzten Züge mit auf den Weg. Und die führten ganz schnell zum Sieg, der Gegner hatte nicht mehr den Hauch einer Chance für Gegenspiel. Mit 3 Punkten aus zwei Begegnungen ist die VIII. optimal in die Saison gestartet.

Philipp Müller

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