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Vierte bricht in Oberbilk ein

Einen ganz bitteren Nachmittag erlebte die IV. Mannschaft beim Gastspiel beim Oberbilker SV. Auch wenn Mannschaftsführer Joachim Görke diverse Stammspieler ersetzen musste, sah es nach ungefähr drei Stunden nach einem Auswärtssieg aus. Knapp drei Stunden später stand ein ernüchternder 2:6-Endstand, durch den die Vierte mit 1:7 Zählern im Tabellenkeller der Verbandsliga verbleibt. 

Mit drei Ersatzakteuren musste Joachim Görke nach kurzfristigen Ausfällen improvisieren, so dass Helmut Meckel, Marius Fränzel und Ewald Fichtner auf diesem Wege für ihre kurzfristige Einsatzbereitschaft nochmals gedankt sei. Alle spielten stark auf, so dass sich Joachims Optimismus vor allem auf die guten Stellungen an den hinteren Brettern gründete, als er selbst seine Partie nach ca. zwei Stunden in einer stark vereinfachten Slawisch-Abtausch-Stellung remisierte.

Doch sobald er sich voll auf seine Pflichten als Mannschaftsführer konzentrieren konnte, musste er zahlreiche Fälle unzureichender Chancenauswertung beobachten. Ganz bitter war der Partieverlauf bei Dr. Marius Fränzel, der seinen Gegner überspielt hatte, um dann in dessen Zeitnot selbst zu schnell zu spielen und sich um den verdienten Lohn seiner guten Partieanlange zu bringen. Ein Bauernverlust wäre in seiner Stellung noch zu verkraften gewesen, aber Marius hatte inzwischen völlig den Faden verloren und lief schließlich in ein Matt, was die sehr schmeichelhafte Führung für die Gastgeber bedeutete.

Ähnlich war der Verlauf bei Jan Porstmann, der seine Positionsvorteile nebst Mehrbauern jedoch in eigener Zeitnot ebenfalls zum Verlust verdarb, als er einen gegnerischen Angriff gegen seinen König unterschätzte. Alexander Hobusch hatte am Spitzenbrett gegen FM Sven Mühlenhaus nach über einem halben Jahr Schachpause eine mutige Angriffspartie gespielt und zwei Bauern geopfert. Doch sein routinierter Gegner fand ein starkes Defensiv-Qualitätsopfer und gelangte in ein Endspiel mit Läufer und sechs Bauern und Turm und drei Bauern, das er mit guter Technik verwertete.

Damit war nach knapp vier Stunden der Kampf bereits entschieden, denn Daniel Reksten war nach einem verfehlten Abtausch in eine schwierige Stellung geraten, die ihn schließlich einen Bauern kostete und gegen das gegnerische Läuferpaar nicht zu halten war. Beim frustrierenden Zwischenstand von ½:4½ gab Markus Schmuck seine leicht bessere Stellung entnervt Remis. Es passte zu diesem gebrauchten Tag, dass auch Ewald Fichtner sein Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauern nicht zum Sieg verwerten konnte, da er eine gegnerische Blockade unterschätzt hatte.

Eine weitere Gewinnmöglichkeit ließ in der längsten Partie des Tages noch Helmut Meckel aus, der sich in einem Endspiel beim Freibauernwettrennen verrechnete und statt einer Umwandlung mit späterem Mattangriff seinen Mehrbauern opferte, wonach die Partie nicht mehr zu gewinnen war.

Nach diesem ganz bitteren 2:6 bleibt festzuhalten, dass in der zweiten Saisonhälfte die Chancenverwertung der Vierten besser werden muss, um den Klassenerhalt zu schaffen.

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