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Giri rettet sich in den Tie Break

Nach einem spektakulären Weltcup-Tag, an dem mit Magnus Carlsen, Vladimir Kramnik und Hikaru Nakamura gleich drei Topfavoriten frühzeitig aus dem Turnier ausschieden, darf sich Anish Giri außerordentlich glücklich schätzen, noch im Turnier vertreten zu sein. In seiner Schwarz-Partie gegen S.P. Sethuraman (2617) geriet der sonst stets so perfekt vobereitete Holländer mit Schwarz in einem positionellen Najdorf-Sizilianer frühzeitig auf Abwege und stand nach 29 Zügen mit einer Minusfigur für bestenfalls ganz vage Fudelchancen glatt auf Verlust. 

In der Folge gab der Inder bei knapper Bedenkzeit etwas Material zurück und machte die Lage zunehmend komplizierter, bevor er dann im 39. Zug richtig patzte. Dadurch hätte Anish mit einem nicht sonderlich komplizierten Qualitätsopfer das rettende Dauerschach forcieren können. Doch unser Spitzenbrett hatte sichtlich nicht seinen besten Tag erwischt und ließ diese Chance nach dreiminütigem Nachdenken ungenutzt. Somit war die Stellung nach der Zeitkontrolle wieder für Weiß gewonnen, doch Sethuraman verlor – vielleicht von seinem ebenfalls etwas luftig postierten, aber faktisch nicht gefährdeten König beeinflusst – in der Folge immer stärker die Kontrolle über die Position, so dass Giri, der sich nach eigener Aussage bereits mehrfach mit der Aufgabe der Partie beschäftigt hatte,  sich höchst unerwartet noch in ein Endspiel mit Dame gegen Dame und Springer retten konnte und so mit einigem Glück doch noch den morgigen Tie Break erreichte.

Im Vergleich zu dieser dramatischen Kampfpartie völlig unspektakulär verlief die Weiß-Partie von Richard Rapport gegen Li Chao (2745). Richard vertraut wie gegen Wei Yi erneut auf den morgigen Tie Break und verzichtete mit Weiß in einem symmetrischen g3-Königsinder auf jegliche Gewinnversuche, sondern steuerte frühzeitig den Remishafen an.

Zum Chess24-Bericht Runde 3.2.

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