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Rapport im Tie Break, Giri ausgeschieden

Für Anish Giri ist der FIDE-Weltcup 2017 mit dem Achtelfinale beendet. Nach seiner gestrigen Niederlage gegen Vassily Iwantschuk (2727) kam er nach einem strategischen Fehler im frühen Mittelspiel niemals in die Nähe des benötigten Punktes und musste eher froh sein, dass der Ukrainer sich letztlich mit Remis zufrieden gab. Ebenfalls unentschieden endete nach einem harten Kampf die zweite Partie zwischen Richard Rapport und Evgenij Najer (2694), so dass sich diese beiden morgen im Tie Break gegenüberstehen.

Nachdem sich Rapport im bisherigen Turnierverlauf eine sehr klassische Eröffnungsbehandlung verschrieben hatte, wählte er heute mit den schwarzen Steinen erstmals mit dem seltenen 3. …Sc6 in der französischen Verteidigung eine auf diesem Niveau als nicht völlig korrekt geltende Variante. Es entwickelte sich eine komplexe Partie, die mit fortschreitender Dauer immer taktischer wurde und in der beide Spieler mit jeweils einem Turm auf die gegnerische siebte Reihe eindringen konnte. Letztlich erhielt Rapport als Resultat der Verwicklungen einen gefährlichen Freibauern auf der a-Linie, doch Najer besaß genug Ressourcen durch Dauerschach-Motive, die dann auch für den Remisschluss sorgten.

Anish Giri wählte unter Siegzwang 1.c4, doch Iwantschuk lenkte die Partie nicht in solide Gefilde, sondern ließ per Zugumstellung eine komplexe Fianchetto-Königsindisch-Position zu. Zunächst schien Giri hier trotz diverser Abtäusche leichten Vorteil bewahren zu können, doch im 23.Zug wählte er den falschen Flügel für einen Bauernvorstoß.  Iwantschuk riegelte den Damenflügel ab und überspielte den Holländer in der Folge basierend auf dem Vorteil seines mächtigen schwarzen Zentralspringers gegen den weniger wirksamen weißen Läufer. Zwischenzeitlich war die schwarze Stellung so gut, dass der Ukrainer sogar Remis ablehnte!   Als er in der Folge aber keine entscheidenden Fortschritte ohne Risiko machen konnte und Anish sich erfindungsreich verteidigte, forcierte Iwantschuk letztlich doch das für ihn ausreichende Remis und beendete damit das Turnier unseres Spitzenbretts.

Zum Chess24-Bericht Runde 4.2

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