Europäischer Cupsieger: 1976•1991
Deutscher Mannschaftsmeister: 1969•1971•1972•1973•1974•1975
1980•1981•1987•1988•1997•2016
Deutscher Pokalsieger: 1986•20062009
Deutscher Mannschaftsblitzmeister: 1986•1996•2000•2002
Schachgesellschaft Solingen e.V.
Zwölffacher Deutscher Mannschaftsmeister
inicio mail me! Abonnieren
«     
»

Überraschung im Verbands-Pokal

Mit einem sehr überraschenden 2½: 1½– Erfolg über den PSV Duisburg hat unsere Pokalmannschaft das Viertelfinale im Verbands-Vierer-Pokal erreicht. Traditionell liefern sich beide Mannschaften spannende Duelle in diesem Wettbewerb. Während vor zwei Jahren im Viertelfinale die Duisburger mit 2½ die Nase vorn hatten, konnten wir uns im Finale der Vorsaison mit dem gleichen Ergebnis revanchieren.

Diesmal hatte das Los dieses ewige Duell bereits für die erste Runde vorgesehen. Dabei war die Favoritenrolle klar verteilt, da die Duisburger mit vier Zweitliga-Spielern antraten und an allen Brettern z.T. deutliche DWZ-Vorteile aufwiesen. Zudem geriet Bernd Schneider am Spitzenbrett mit Schwarz durch Zugumstellung in die erste Drachenstellung seiner Karriere. Sein Gegner, IM Jürgen Fleck, hatte diese Eröffnung dagegen früher selbst im Repertoire und erzielte schnell entscheidenden Vorteil, so dass die Gäste nach drei Stunden in Führung gingen.

Da Joachim Görke am dritten Brett gegen Joachim Schmitz nach sehr interessantem Partieverlauf aus einer Modevariante des königsindischen Sämisch-Systems in einem schlechteren Endspiel gelandet war, mussten an den beiden restlichen Brettern zwei volle Zähler her. Den Ausgleich erzielte Andreas Peschel mit einem Schwarz-Sieg über FM Kai-Uwe Schiffer, der zwar mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung gekommen war, dann aber in einer sehr komplexen Stellung der Meraner Variante gegen das kreative Gegenspiel von Andreas nicht immer den besten Plan fand und schließlich in der Zeitnotphase die Partie einstellte.

Kurz nach der Zeitkontrolle konnte Joachim Görke dann in einem Turmendspiel mit Minusbauern nach Erreichen der Philidor-Stellung einen verdienten und wichtigen halben Zähler einfahren. Somit hing der Kampf vom Ergebnis am zweiten Brett ab, wo Oliver Kniest als Weißer keinen Eröffnungsvorteil gegen Walter Wengenroth erreicht hatte, dann aber dank der gegnerischen Zeitknappheit minimale Vorteile anhäufen konnte, so dass er nach der Zeitkontrolle ein vorteilhaftes Leichtfigurenendspiel erreichte. Dieses konnte er nach ca. fünf Stunden zum Sieg führen und so das überraschende Weiterkommen perfekt machen.

Einen Kommentar hinterlassen