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Souveräner Aufstieg in Quarantäne-Liga 6

16 Akteure sorgten am Pfingstsonntag mit unserer spielerisch sicherlich bisher besten Leistung für den vierten Aufstieg in Folge. Nach zwei Stunden im 3-Minuten-Blitz-Modus war ein Spitzenplatz in Liga 7A mit 390 Zählern vor den beiden anderen Aufsteigern der Breisgau-Strategen (265) und des türkischen Teams der Lider Chess Akademie (241) zu verzeichnen.

Während sich Jörg Wegerle den Gesamttagessieg mit 91 Punkten sicherte, demonstrierte Stephan Borchert nachdrücklich, dass insbesondere Online-Blitzschach viel mit Momentum zu tun hat. So gelang ihm während des Turniers die längste Siegesserie mit 14 Siegen in Folge, was im Arena-Modus stets ab der dritten Gewinnpartie die doppelte Punktzahl beschert. Auch wenn es am Turnierende eine kurze Serie in die andere Richtung gab, gehörte Stephan damit ebenfalls zu den sechs »Leadern«, der in die Teamwertung kam.

Am kommenden Donnerstag (04.06.2020) werden in Liga 6 sogar sieben Spieler in die Wertung kommen. Daher ist zusätzliche Unterstützung immer herzlich willkommen: Meldet Euch einfach auf unserer Teamseite an und helft mit, den Aufstieg in Liga 5 zu schaffen!

Modus der Quarantäne-Liga
Ergebnisse Liga 7A – 31.05.2020

Die Entdeckung der (Online-)Langsamkeit

Im Online-Schach ticken die Uhren bekanntlich etwas anders. Während beim traditionellen Schach die klassische 5-Minuten-Blitz-Partie weiterhin zu den Wettkampfformen mit den kürzesten Bedenkzeiten zählt, gilt der 5+0-Modus im Netz insbesondere bei den Bullet (1 Minuten)- gestählten Schachfreunden eher als »gemächliche« Variante. Da in den Quarantäne-Ligen die Bedenkzeit immer zwischen den Modi 3+0, 3+2 und 5+0 abwechselt, stand bei unserer dritten Teilnahme erstmals die längste der drei Varianten auf dem Programm.

Naturgemäß sinkt dadurch beim Arena-Modus die Anzahl der gespielten Partien, dafür bietet sich hier besonders die Option des Berserker-Modus an. Hier reduziert man vor der Partie seine Bedenkzeit um die Hälfte, bekommt dafür aber einen Zusatzpunkt im Falle eines Remis oder Unentschiedens. Unser Spitzenreiter in dieser Kategorie war diesmal Stefan Wickenfeld, der in 86 % seiner Partien den »Berserk«-Knopf betätigte und dafür mit 51 Punkten und Platz 3 in der Tageswertung hinter dem Sieger »Moppel 1966« (61 Punkte, SW Oberhausen) und Jörg Wegerle (58) belohnt wurde.

Damit gehörten die beiden neben Dr. Axel Scheffner (40) und Niklas Nink (34) zu unseren Leistungsträgern des Tages, welche für den ersten Platz in der Mannschaftswertung (245 Punkte) vor einem russischen Team (173) und der Richmond College Association (160) sorgte. Diese drei Mannschaften sind am kommenden Sonntag in Liga 7 dabei.

Modus der Quarantäne-Liga
Ergebnisse Liga 8A – 28.05.2020
Spieltag-Bericht Perlen vom Bodensee

Zweiter Aufstieg im zweiten Anlauf

Der Sprung in die achte Liga der Quarantäne-Liga gelang erst im zweiten Anlauf. Dies hatte allerdings keine sportlichen Gründe wie das Verpassen der für den Aufstieg notwendigen ersten drei Plätze in der Liga 9A. Vielmehr hatte der LiChess-Server am 21.05.2020 erstmals aufgrund der riesigen Anzahl von Turnieren am Vatertag unter technischen Problemen zu leiden, so dass der Donnerstags-Spieltag ausfallen musste.

Am 24.05.2020 konnte sich dann unser Team mit 15 Spielern erneut  souverän mit 298 Punkten den Spitzenplatz vor dem Mönchengladbacher SV (124) und dem Schachklub Lahr (117) und den zweiten Aufstieg sichern.  Im Turnier, dass einige schöne Niederrhein-Duelle im Modus 3 Minuten/Partie + 2 Sekunden/Zug  mit den Schachfreunden aus Mönchengladbach und von Turm Schiefbahn bereithielt, war diesmal unser Jugendspieler Zheheng Ding mit 73 Punkten Topscorer vor Jörg Wegerle  (69) und Michael Berg. (58).

Am kommenden Donnerstag geht es in Liga 8A weiter.

Modus der Quarantäne-Liga
Ergebnisse Liga 9A – 24.05.2020

Interviews mit Markus Schäfer

In der aktuellen Situation warten viele Schachfreunde gespannt auf eine Entscheidung bzgl. der Weiterführung des Liga-Spielbetriebs. Eine zentrale Rolle für die Regelungen beim Deutschen Schachbund und den Landesverbänden dürfte dabei die Vorgehensweise der 1. Bundesliga spielen, die bisher erst eine halbe Saison mit acht Spieltagen absolviert hat. So verwundert es nicht, dass der Präsident des Schachbundesliga e.V., Markus Schäfer aktuell ein sehr gefragter Gesprächspartner ist.

Bereits Anfang April zeichnete er im Gespräch mit Conrad Schormann für dessen ausgezeichneten Schachblog »Perlen vom Bodensee« einige Zukunftsperspektiven der deutschen Spitzenliga auf.  Im Mai berichtete er gegenüber Hartmut Metz für das Schachmagazin 64 unter anderem über die erste Online-Tagung der Bundesliga am 10. Mai, auf der entschieden wurde, zunächst einmal die weitere Corona-Entwicklung abzuwarten und dann ggf. am 21. Juni bei der nächsten Bundesliga-Tagung eine Entscheidung über den Umgang mit der Saison 2019/20 zu treffen.

Interview Perlen vom Bodensee
Interview Schachmagazin 64

Schachgesellschaft startet in Quarantäne-Liga

Als Mitte März der allgemeine Schachspielbetrieb deutschlandweit eingestellt wurde, startete der Chefredakteur der »Rochade Europa«, FM Jens Hirneise auf dem LiChess-Server die sogenannte Quarantäne-Liga. Der Modus besteht darin, dass zweimal pro Woche (Donnerstags und Sonntags) jeweils zwei Stunden mit wechselnden Bedenkzeiten Blitz gespielt wird. Pro Gruppe gibt es 10 verschiedene Mannschaften mit beliebig vielen Spielern. Dabei bekommt man im »Arena-Modus“ schnellstmöglich nach dem Ende seiner Partie wieder einen neuen Gegner mit ähnlicher Punktzahl und kann so Punkte für seine eigene Mannschaft sammeln und den anderen Teams Punkte wegnehmen. Nur gegen Spieler der eigenen Mannschaft kann man nicht gelost werden. So trägt jeder einzelne Akteur zum Mannschaftserfolg bei, auch wenn nur einige Spieler in die Gesamtwertung für die Teamplatzierung eingehen. Schachgesellschaft startet in Quarantäne-Liga weiterlesen

SG-Mädchen überzeugen beim Bundesliga-Jugend-Blitz

Am ersten Mai-Wochenende war erneut in Berlin die zentrale Runde zum Saisonabschluss der Bundesliga und Frauen-Bundesliga mit einem umfangreichen Rahmenprogramm geplant. Leider musste dieses großartige Event auch Corona-bedingt abgesagt werden, doch die Veranstalter der Schachfreunde Berlin entschieden sich, zumindest das geplante Jugendturnier online auf dem Chessbase-Server auszutragen.

So trafen sich am 01.05.2020 virtuell 194 Jugendliche zu einem 13-rundigen Blitzturnier im Bedenkzeitmodus 3 Minuten/Partie + 2 Sekunden/Zug.  Mit dabei waren auch drei unserer talentierten SG-Mädchen, von denen Luisa Bashylina ein exzellentes Turnier erwischte und mit 9½/13 auf einem hervorragenden 8. Platz landete. Dadurch sicherte sie sich den Preis als bestes Mädchen des Turniers und durfte sich als Preis über den neuen Fritz 17 freuen.

Punktgleich mit dem zweitbesten Mädchen Svenja Butenandt kam Melanie Müdder mit 8/13 und einer etwas schlechteren Buchholz-Wertung auf den 34. Platz und erhielt dafür einen 30-Euro-Chessbase-Gutschein. Yaroslava Sereda startete famos mit 5/6 ins Turnier, musste dann aber eine Niederlagenserie in der Turniermitte hinnehmen und wurde am Ende mit 7/13 auf Platz 59 etwas unter Wert geschlagen.

Ausschreibung
Ergebnisse

Seva Bashylin siegt bei Deutscher Internet-Amateur-Meisterschaft

Seva Bashylin

In diesen Zeiten, in denen jeglicher »traditioneller« Spielbetrieb ruht, werden immer mehr Turniere und Meisterschaften online ausgetragen.  So veranstaltete der Deutsche Schachbund vom 14.–18.04.2020 erstmals eine Online-Variante seiner seit fast zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich durchgeführten Amateur-Meisterschaft. Dabei gab es drei verschiedene Wertungsgruppen. In der B-Gruppe für Spieler mit einer DWZ von 1500–1900 konnte Seva Bashylin sich den Premierentitel als erster Deutscher Internet-Amateurmeister sichern und den vielleicht bisher größten Erfolg seiner Schach-Karriere feiern.  Wir gratulieren ganz herzlich! Seva Bashylin siegt bei Deutscher Internet-Amateur-Meisterschaft weiterlesen

Stephan Kaiser (1934-2020)

Am Ostersamstag erreicht uns die sehr traurige Nachricht, dass unser langjähriges Mitglied Stephan Kaiser in der vergangenen Woche im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Stephan war der beste Beweis dafür, dass es sich beim Schach um eine Lebenssportart handelt, denn er fand erst im Jahre 1994 im Alter von 59 Jahren zum Vereinsschach. Dafür entwickelte er sich im folgenden Vierteljahrhundert zu einem der zuverlässigsten und eifrigsten Mitglieder, die kaum einen Spielabend und Mannschaftskampf verpassten. Auch wenn er sich häufig nicht nur mit deutlich jüngeren, sondern meist auch spielstärkeren Gegnern messen musste, verlor er niemals seinen Enthusiasmus und die Freude am Schach, dessen kulturelle Hintergründe ihn auch sehr interessierten.

Umso mehr freute er sich über tolle Erfolge, wie im Jahre 2015, als er im Alter von 80 Jahren nach dem vielleicht besten Turnier seines Lebens bei der Solinger Stadtmeisterschaft seine erste sehr beachtliche Elo-Zahl von 1889 erspielte, oder im Vorjahr, als ihm mit der 6. Mannschaft erstmals der Aufstieg in die 1. Bezirksliga gelang.

Natürlich war Stephan auch beim letzten Spielabend vor der Corona-bedingten Schließung unseres Schachzentrums dabei. Wir werden ihn sehr vermissen, wenn es irgendwann wieder losgehen wird.

Vereins-Spielbetrieb ruht bis Ostern

Aufgrund der voranschreitenden Corona-Pandemie und den hierzu ausgesprochenen Empfehlungen werden zumindest bis zum Osterfest keine schachlichen Aktivitäten im Schachzentrum durchgeführt werden.  Dies gilt neben dem Mannschaftsspielbetrieb auch für den allgemeinen Spielabend, Vereinsturniere und das Jugendtraining.

Wir hoffen, am 24.04.2020 wieder das Vereinsleben aufnehmen zu können! Bleibt gesund!