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Sechste remisiert im spannenden Stadtderby

Auch wenn die Mannschaft des SC Solingen 1928 II als verlustpunktfreier Tabellenführer ins Schachzentrum gekommen war, fühlte sich das 4:4 unserer Sechsten in einer vorgezogenen Partie der 2. Bezirksliga eher wie ein Punktverlust an, da beim Vergleich der doch zahlreich ausgelassenen Chancen auf beiden Seiten unser Team ein Übergewicht zu verzeichnen hatte. 

In den ersten drei Stunden entwickelte sich der erwartet spannende Kampf, bevor es am dritten Brett die erste Entscheidung zu verzeichnen gab. Philipp Nguyen hatte mit Schwarz gegen Marcel Düxmann in einem komplexen Albins Gegengambit die etwas bessere Übersicht behalten und schließlich zwei Mehrbauern erobert, für die Weiß mit seinem Entwicklungsvorsprung spürbare, aber wohl nicht ausreichende Kompensation besaß. Doch als Düxmann Remis anbot, lehnte Philipp objektiv gerechtfertigt ab, stellte jedoch mit seinem Antwortzug eine Figur ein, was wenig später die erste Saisonniederlage für unseren Topscorer bedeutete.

Auch unser Spitzenbrett Dana Berelowitsch ging sehr ambitioniert ans Werk, lehnte mit Schwarz eine Remisofferte von Stefan Hakenberg ab und verschärfte die Stellung. Doch der Routinier fand sich in den nachfolgenden Verwicklungen besser zurecht und brachte die Gäste mit 2:0 in Führung. Nach einer leistungsgerechten Punkteteilung von Ingo Kopernok gegen Karl-Ernst Müllers sorgte dann Veit Mankel gegen den 28-Topscorer Dr. Christian Lange für den wichtigen Anschlusstreffer. In einer französischen Abtauschvariante besaß Lange zunächst mikroskopische Vorteile, verlor dann aber etwas den Faden, was ihn einen Bauern im Schwerfigurenendspiel kostete. Dem schloß sich ein taktischer Aussetzer an, der ihn dann zur sofortigen Aufgabe zwang.

Die beste Partie des Tages spielte Malik Sherif, der aus Reti-Eröffnung, die schließlich eine Grünfeld-Struktur mit vertauschten Farben hervorbrachte, zunächst einen Bauern gegen Thomas Malkeit gewann und diesen dann geduldig und mit guter Technik in einem Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern verwertete. Leider konnte Niklas Nink  seine Vorteile nach einem Eröffnungsfehler von Udo Hammermeister nicht nutzen. Nach einigen suboptimalen Manövern kreierte Hammermeister genug Gegenspiel, gewann seinen Minusbauern zurück und erreichte die verdiente Punkteteilung.

Beim Stand von 3:3 musste nun die Entscheidung in zwei Zeitnotduellen fallen, die ebenfalls noch einige überraschende Wendungen bereit hielten. So besaß Markus Malkeit in einem Damenendspiel eigentlich einen guten Blockadespringer, der die Wirkung des Freibauern und des Läufers von Stephan Kaiser stark hätte limitieren können. Doch Malkeit wählte eine unglückliche Aufstellung für seinen Rappen und unser Routinier ließ sich die Chance nicht entgehen und führte den Freibauern zur Dame, was die wichtige 4:3-Führung bedeutete.

Leider ließ  Alexander Kirschbaum parallel am Nebenbrett zweifach die Chance zu einem Figurengewinn bzw. klarem Vorteil ungenutzt, so dass Anja Mehler das Blatt wenden und ein Schwerfigurenendspiel mit zwei Mehrbauern erreichen konnte, das sie dann souverän zum Sieg und dem damit verbundenen 4:4-Ausgleich ummünzte.

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