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Klare Niederlage gegen Porz

melanie-muedder

Melanie Müdder

Mit einer Notmannschaft war unsere U20-Mannschaft zum Auftakt gegen den amtierenden NRW-Meister SG Porz chancenlos und unterlag verdient mit 8:16 (1:5). Der Ehrentreffer ging dabei auf das Konto von Neuzugang Melanie Müdder, die ihren zu optimistischen Gegner schön auskonterte und einen tollen Einstand im SG-Dress feierte.

Nachdem die angestrebte Verlegung des Kampfes aufgrund mangelnder Alternativ-Termine gescheitert war, war bereits aufgrund des feststehenden Ausfall von Kevin Schröder und Amina Sherif klar, dass wir als klarer Außenseiter in den Kampf mit der nominell stärksten Mannschaft der Liga gehen würden. Als schließlich auch noch Philipp Nguyen kurzfristig nicht zur Verfügung stand, musste aufgrund des parallelen Kampfes der VI. Mannschaft bereits improvisiert werden.

So kam Florian Over – erst seit zwei Monaten Vereinsmitglied – zu seiner ersten Turnierpartie gleich in der Jugend-Bundesliga und zeigte gegen Richard Sewald (1710) eine ordentliche Leistung, auch wenn er sich schließlich erwartungsgemäß geschlagen geben musste. An den vorderen Brettern mißlangen sowohl Niklas Nink als auch Malik Sherif ihre Eröffnungen, so dass sie gegen Ramil Sabirov (2040) und David Ramien (2044) frühzeitig in die Defensive gerieten und sich nach entscheidenden Materialverlusten geschlagen geben mussten.

Am Spitzenbrett fand Kevin Zolfagharian mit Schwarz gegen Samuel Fieberg (2144) in einem vom Weißen sehr positionell behandelten klassischen Sizilianer keinen guten Plan und geriet schrittweise in eine schlechte Stellung. Kevin zettelte noch ein paar taktische Scharmützel an, landete aber in einem verlorenen Endspiel, das Fieberg souverän verwertete und sich damit für die JBL-Niederlage vor zwei Jahren ebenfalls hier im Schachzentrum revanchierte.

Damit war der Kampf bereits entschieden und es spielten nur noch unsere beiden Damen aus der erfolgreichen U14w-Mannschaft. Melanie Müdder hatte mit einer Nebenvariante gegen die Caro-Kann-Verteidigung von Tobias Niesel (1927) zwar keinen Eröffnungsvorteil, aber eine solide Position erreicht. Diese verwaltete sie mit gutem Positionsschach und offerierte in absolut ausgeglichener Lage die Punkteteilung. Doch ihr Gegner lehnte ab und wickelte statt dessen mit einem übertriebenen Gewinnversuch in eine Position mit Minusbauer ab. Hier zeigte Melanie gute Technik, verstärkte die Position und durfte sich nach einem abschließenden Fehler über einen schönen Sieg gegen einen deutlich höher bewerteten Gegner freuen.

Fast wäre Dana Berelowitsch der zweite volle Zähler unserer Mannschaft gelungen, denn für einen verlorenen Bauern erhielt sie mit den schwarzen Steinen gegen Kathrin Sewald (1832) grandiose Kompensation und hätte im Mittelspiel entscheidenden Vorteil erlangen können. Doch leider übersah sie den Gewinnweg und musste sich schließlich trotz zäher Verteidigung geschlagen geben, wonach das 1:5 (8:16) perfekt war.

Am 30.10.2016 geht es mit hoffentlich weniger Personalproblemen zum starken Aufsteiger aus Schalksmühle, der seinen Auftaktkampf gegen Lippstadt direkt gewinnen konnte.

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