Souveräner Sieg für U20 II

Im zweiten Heimspiel in der Jugend-Regionalliga zeigte unsere U20 II eine überzeugende Vorstellung und konnte sich gegen den SK Turm Schiefbahn mit 16:7 (5:1) durchsetzen. Damit liegt die Mannschaft nach zwei Spieltagen an der geteilten Tabellenspitze.

Unsere Gäste aus Schiefbahn hatten ihren ersten Kampf ebenso hoch wie wir gewonnen, mussten diesmal aber das Handicap eines kurzfristigen Ausfalls verkraften, so dass Diya Dhanasekaran Meenambigai zu einem kampflosen Zähler kam.

Bereits nach knapp zwei Stunden war der Kampf dann bereits entschieden. Maida Fetahovic hatte in der Eröffnung eine Figur gewonnen und danach keine Schwierigkeiten, einen vollen Zähler zu erzielen. Lasse Stratmann spielte die spektakulärste Partie des Tages und opferte für seinen Königsangriff zunächst einen Bauern, dann einen Läufer und abschließend einen Turm. Nachdem sein Gegner das Material eingesammelt hatte, war er aber zur Vermeidung des Matts gezwungen, alles inklusive Zinsen zurückzugeben. So besaß Lasse schließlich den Vorteil einer Dame für einen Turm und stellte kurz danach auf 3:0.

An den Spitzenbrettern kam es hingegen zu ausgeglicheneren Partien. Jaroslav Meijers erarbeitete sich mit Schwarz im Mittelspiel leichte Vorteile und konnte schließlich kurz vor der Zeitkontrolle nach einem taktischen Versehen seines Gegners ebenfalls einen vollen Punkt verbuchen. Bei Aimée Chen wurde eine moderne Hauptvariante im sizilianischen Drachensystem diskutiert. Die klassische Frage, ob der weiße Mehrbauer oder die schwarze Initiative auf den offenen Linien gegen den lang rochierten weißen König stärker zu gewichten sind, wurde diesmal zu Gunsten des Nachziehenden entschieden. Aimée konnte das schwarze Gegenspiel nicht eindämmen und musste letztlich zur Verteidigung der Drohungen gegen ihren König eine Figur geben, so dass ihre Stellung langfristig nicht mehr zu halten war.

In der längsten Partie des Tages stand am Spitzenbrett nach der Zeitkontrolle ein spannendes Springerendspiel auf dem Brett, bei dem Janis Meijers einen Mehrbauern und drei verbundene Freibauern aufwies, sich aber auch gegen zwei verbundene und bereits weiter vorgerückte gegnerische Freibauern verteidigen musste. Janis meisterte die taktischen Komplikationen und wickelte so ab, dass sich jeweils ein Freibauer zur Dame umwandelte, er danach aber das erste Schach geben konnte. Dieses Tempo erwies sich als entscheidend und Janis konnte in der Folge den Damentausch zum nun simpel gewonnenen Endspiel forcieren. Damit war der Endstand von 16:7 (5:1) perfekt.

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