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SG I gewinnt Pokal-Spitzenspiel

Im Schlagerspiel des Bezirks-Viererpokals konnte sich unser Top-Quartett knapp, aber verdient mit 2:2 dank der besseren Berliner Wertung gegen BSC Wuppertal I durchsetzen und hat damit das Halbfinale erreicht. Das Los hatte das Duell der beiden nominell stärksten Mannschaften, welche in den letzten acht Jahren viermal das Endspiel bestritten hatten, diesmal bereits im Viertelfinale vorgesehen. Da sich nur die besten drei Mannschaften des Bezirks für die NRW-Ebene qualifizieren, galt es für beide Mannschaften, die stärkstmögliche Aufstellung zu mobilisieren. Die Gäste mussten jedoch auf den routinierten IM Boris Khanukov verzichten, so dass wir gegen den Titelverteidiger und aktuellen Tabellenführer der NRW-Klasse leicht favorisiert in die Begegnung gingen.

Der Kampf bot dann sehr interessantes Schach mit vielen ungewöhnlichen Stellungsbildern. Besonders spektakulär entwickelten sich die Ereignisse am Spitzenbrett, wo Jörg Wegerle mit Schwarz in einem Löwenthal-Sizilianer gegen IM Vjacheslav Savchenko (2409) schnell eine äußerst zweischneidige Position auf dem Brett hatte. Sein Bauernopfer für Entwicklungsvorsprung erwiderte Savchenko mit einem Opfer seines Turms auf h1, für den er zwei Leichtfiguren erhielt, dafür aber ständig die aktiv platzierte schwarze Dame beachten musste. Nach weiteren Verwicklungen endete diese sehr interessante Kampfpartie letztlich leistungsgerecht Remis durch Dauerschach.

Wenig später sorgte dann Markus Schäfer für die wichtige Führung mit einem Sieg gegen Aleksij Savchenko (2245). In einem Najdorf-Sizilianer hatte sich Markus schrittweise leichte positionelle Vorteile herausgearbeitet. Savchenko junior wollte keine passive Stellung hinnehmen und opferte unternehmungslustig eine Qualität, um Gegenchancen gegen den noch im Zentrum befindlichen weißen König zu kreieren. Markus behielt jedoch die Übersicht und konnte bei sehr unterhaltsamen Stellungsbildern, in der er schließlich sogar einen Mehrturm besaß, alle schwarzen Drohungen abwehren und seinen Materialvorteil verwerten.

Dieser Sieg war sicherlich eine  Vorentscheidung, da auch Oliver Kniest am vierten Brett mit Schwarz gegen Mihail Bogorad (2089) nach einem Qualitätsopfer einen sehr gefährlichen Königsangriff besaß. Doch die Gäste konnten kurz vor der Zeitkontrolle zunächst den Ausgleich am 3. Brett erzielen:  Roman Bashilin (2336) konnte in einer Nebenvariante eines klassischen Königsinders mit Schwarz gegen Michael Berg die Initiative an sich reißen, so dass Michael mit seinem in der Brettmitte verbliebenen König bereits ziemlich unangenehm stand, als ihm ein taktisches Versehen eine Figur kostete, so dass die Partie endgültig nicht mehr zu halten war.

Somit war am vierten Brett dank der besseren Berliner Wertung noch ein Remis zum Weiterkommen notwendig. Nachdem Olli zwei Gewinnwege in der Zeitnotphase ausgelassen hatte, verzichtete er auf weiteres Risiko und forcierte in noch etwas besserer Position das Dauerschach, so dass das 2:2 und damit das Weiterkommen sichergestellt war.

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