Das erste Turnier der Blitz-Vereinsmeister gewann mit 10/11 Oliver Kniest vor Ewald Fichtner und Kian Scheidtmann, die jeweils einen halben Punkt weniger erzielten.
Aufgrund des Abstiegs unserer VI. Mannschaft aus der Verbandsklasse kam es zu Anfang der neuen Saison gleich zum vereinsinternen Duell gegen die VII. in der 1. Bezirksliga. Dabei war die VI. extra so aufgestellt worden, dass sie ein Aufstiegsfavorit sein sollte, während das Saisonziel für die VII. nur der Klassenerhalt ist. Doch konnte der ersatzgeschwächte Favorit nach einem bis zuletzt spannenden Kampf am Ende froh sein, dass er keine Niederlage quittieren musste.
Zum traditionellen Saisonauftakt sind wir auch diesmal mit drei Mannschaften angetreten. Die 1. Pokalmannschaft fuhr zur Wiederholung des Pokalfinales der vergangenen Saison zur ersten Auswahl des MTV Langenberg, während die 2. und 3. Mannschaft im Schachzentrum die 2. Mannschaft der Elberfelder SG 1851 und die 3. des SV Wermelskirchen empfingen.
Ein dritter Platz mit 4/6 im letzten Turnier der Schnellschach-Vereinsmeisterschaft genügte Stefan Wickenfeld, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen und so das eher seltene Double beider Vereinsmeisterschaften zu gewinnen. Gewinner des letzten Turniers war Jan Hobusch (5/6), der insgesamt nur zweimal an der Serie teilgenommen hat, vor Markus Boos (5/6), der noch Chancen auf den Gesamtsieg hatte, sich aber auch dort mit dem zweiten Platz begnügen musste. Dritter der Gesamtwertung wurde Joachim Görke, der beim heutigen Turnier mit 4/6 auf dem undankbaren vierten Platz landete.
Bei sommerlichen Temperaturen waren nur sieben Spieler für die vorletzte Runde der Schnellschach-Vereinsmeisterschaft ins Schachzentrum gekommen. daher wurde ein kleines Rundenturnier gespielt, das Joachim Görke bei nur zwei abgegebenen Remisen für sich entscheiden konnte. Von seinen Verfolgern in der Gesamtwertung war diesmal nur Markus Boos anwesend, der aber mit 2½/6 außer Form agierte. So landeten der Amerika-Rückkehrer Efecan Atar (4½/6) und der in dieser Saison nur sporadisch mitspielende Ewald Fichtner (3½/6) auf den Plätzen.
Da diesmal nur 6 Spieler zum 30-Minuten-Turnier gekommen waren, wurde ein kleines, dreirundiges Turnier nach Schweizer System gespielt. Dabei gab Joachim Görke nur ein Remis gegen den späteren Zweiten Dr. Marius Fränzel (2/3) ab. Punktgleich, aber mit der schlechteren Feinwertung landete Lars Nawrath auf Platz 3.
Fortschrittstabelle: Stand nach der 3. Runde (nach Rangliste)
Mit nur einem halben Punkt unter einem 100%-Ergebnis sicherte sich Merlin Mänken den Sieg bei der letzten Runde der Blitz-VM 2024/2025. Zweiter wurde mit 11/13 Uli Waagener, vor Stefan Speck (10/13), der wiederum Georg Loriguillo nach Feinwertung auf den undankbaren vierten Platz verwies. Immerhin konnte sich Stefan Speck auf diese Weise den zweiten Platz der Gesamtwertung sichern hinter Stefan Wickenfeld, der den Gesamtsieg bereits im vorletzten Turnier der Serie für sich gesichert hatte.
Da sich am Brückentag und bei sommerlichem Wetter nur 8 Spieler zur 8. Runde der Schnellschach-Vereinsmeisterschaft eingefunden hatten, wurde ein Rundenturnier gespielt, in dem sowohl Joachim Görke als auch Stefan Wickenfeld die ersten sechs Partien für sich entscheiden konnten, um sich dann in der siebten Runde nach wenigen Zügen auf Remis zu einigen und den Turniersieg zu teilen. Ebenso hielten es Stefan Speck und Ulrich Waagener, die sich den dritten Platz teilten. In der Gesamtwertung führt Joachim Görke knapp vor Stefan Wickenfeld.
Mit einem 100-%-Sieg (11/11) konnte Stefan Wickenfeld nicht nur das vierte Turnier der Blitz-Vereinsmeisterschaft gewinnen, sondern sich außerdem mit 3 Siegen, also 60 Punkten uneinholbar an die Spitze der Gesamtwertung setzen. Da alle Verfolger in Schlagweite auch durch einen Sieg im fünften Turnier die 60 Punkte nicht mehr erreichen können, ist Stefan vorzeitig alleiniger Blitz-Vereinsmeister 2024/2025. Auf den Plätzen landeten Stefan Speck (9½/11) und Joachim Görke (9/11), wobei Joachim derzeit auf Platz 2 der Gesamtwertung liegt.
Boris Spasski 2009 bei der Eröffnung des Schachzentrums
Wie wir mit großer Trauer erfahren, ist der 10. Schachweltmeister Boris Spasski am 27. Februar in Moskau nach langer Krankheit verstorben. Boris Spasski hat von 1980 bis 1991 für die SG Solingen 1868 gespielt und ist dabei dreimal Deutscher Mannschaftmeister geworden (1981, 1987 und 1988) und gewann in der Saison 1990/1991 auch den European Club Cup mit der SG.
Wie sehr der 1937 in Leningrad geborene Spasski dem Solinger Schach verbunden war, zeigte sich nicht zuletzt 2009, als er als Ehrengast an der Eröffnung des Solinger Schachzentrums teilnahm und mit Anekdoten, Simultanspiel und Schachaufgaben die versammelten Gäste unterhielt. Zum ersten Mal war er 1974 zum Großmeisterturnier nach Solingen gekommen und hatte damals den 3. Platz belegt (hinter Lev Polugaevsky und Lubomir Kavalek). Damit begann die jahrelange Zusammenarbeit mit dem »Gentleman-Spieler« (Oliver Kniest über Boris Spasski).
Spasski war nicht nur ein einzigartiges Schach-Talent, sondern auch ein allseits geschätzter Kollege und Zeitgenosse. Wie umgänglich er war, zeigte sich nicht zuletzt darin, dass er einer der wenigen Schachspieler war, der sich bis zuletzt als einen Freund Bobby Fischers bezeichnen konnte.