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Bergischer Derby-Sieg im Deutschen Pokal

Das »Unternehmen Titelverteidigung« im deutschen Viererpokal führte unsere Mannschaft in der Zwischenrunde, in der traditionell 32 Mannschaften an acht Orten um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen, nach Gescher. Im Münsterland waren neben dem Gastgeber SK Gescher mit dem Klub Kölner Schachfreunde und der Elberfelder SG noch weitere »alte Bekannte« aus unzähligen NRW-Kämpfen am Start.

Die Auslosung erbrachte für den Samstag ein Heimspiel und ein echtes Derby gegen die ESG, die in der Aufstellung FM Rainer Odendahl, FM Frank Noetzel, Jürgen Wicht und Gerd Kurr antrat. Dabei begann der Kampf aus Solinger Sicht exzellent, denn ausgerechnet Jänisch-Gambit-Experte Frank Noetzel (2338) unterlief gegen Jörg Wegerle ein grober Eröffnungs-Fehler, der unseren angehenden IM bereits nach sechs Zügen mit einem gesunden Mehrbauern ausstattete, wonach er die Partie souverän nach Hause brachte. Ähnlich klar gestaltete sich die zweite Weiß-Partie von Lorenz Drabke am dritten Brett, der sukzessive positionelle Vorteile gegen Jürgen Wicht (2157) anhäufte, die später Materialgewinn und einen vollen Zähler zur Folge hatten. In Anbetracht dieses positiven Kampfverlaufs scheute Markus Schäfer am vierten Brett das letzte Risiko und gab sich gegen Gerd Kurr (2216) in minimal besserer Position mit Remis zufrieden, so dass der Achtelfinal-Einzug gesichert war. Spitzenbrett Michael Hoffmann versuchte im Anschluss noch lange, in einem Damen- und Springerendspiel gegen Rainer Odendahl (2400) den vollen Zähler zu erringen, musste aber schließlich gegen die exakte Verteidigung des Elberfelder Frontmannes mit einer Punkteteilung zufrieden sein, wonach der 3:1-Sieg feststand.

Morgen geht es gegen den KKS, der sich mit 2:2 dank besserer Brettwertung gegen den SK Gescher durchsetzen konnte.

Bezirks-Pokalteam schafft Finaleinzug

Nach einem dramatischen Halbfinale hat unsere erste Bezirks-Pokalmannschaft den Einzug ins Finale geschafft und sich damit für die Verbandsebene qualifiziert. Dabei war beim ambitionierten Verbandsliga-Spitzenreiter Mettmann-Sport trotz nomineller Überlegenheit unserer Mannschaft nach einem 2:2 in den Turnierpartien ein Blitzentscheid nötig, den wir im »Eisschrank« des Gymnasiums (keine funktionstüchtige Heizung!) mit 2½:1½ für uns entscheiden konnten.

Dabei begann der Kampf recht gut: Martin Becker konnte mit den schwarzen Steinen gegen Sfr. Wille in einem Katalaner etwas Vorteil erlangen. Auch die Stellungen von Markus Schäfer und Torsten Werbeck (abgelehntes Benoni) sahen sehr vielversprechend aus. Markus entwickelte sukzessive gegen den Pirc-Aufbau von Sfr. Perschke einen gefährlichen Königsangriff. Lediglich Massimo Füllbeck konnte aufgrund seiner Eröffnungswahl (c3-Sizilianer) nicht viel aus der Eröffnung herausholen, zu mal sein Gegner mit einer Leichfigur auf d4 wieder nahm, so dass sich rasch einige Figuren abtauschten.

Auch wenn die Temperaturen nach rd. 3½ Stunden immer noch nicht besser waren, konnten wir doch zuversichtlich sein: Markus Schäfer, Martin Becker und auch Torsten Werbeck standen deutlich besser. Kurz vor der Zeitnotphase konnte Martin Becker in einem Damenendspiel seinen gefährlichen Freibauern auf der d-Linie leider nicht zum Sieg führen, da sein Gegner durch geschickte Endspielbehandlung ein Dauerschach erreichen konnte. Somit stand es kurz vor der Zeitkontrolle ½:½. Massimo Füllbeck hatte zwar bis zum Schluss versucht, seinen minimalen Vorteil noch zu nutzen, doch sein Gegner verteidigte sich sehr zäh, so dass auch diese Punkteteilung nicht zu vermeiden war. Bezirks-Pokalteam schafft Finaleinzug weiterlesen

SG-Pokalteam souverän im Bezirks-Halbfinale

Im Viertelfinale des Bezirks-Viererpokals traf unser einziges verbliebenes Pokalquartett auf die sehr routinierte Verbandsklassen-Mannschaft von BSW Wuppertal II. Dabei konnte Spitzenbrett Oliver Kniest nach einem Eröffnungsfehler seines Kontrahenten die Mannschaft bereits nach einer Stunde in Führung bringen. Etwa zwei Stunden später konnte auch Torsten Werbeck dank besserer Endspieltechnik die zweite Solinger Weiß-Partie für sich entscheiden. Dagegen leisteten die Gastgeber an den Mittelbrettern bedeutend größeren Widerstand, so dass Dirk Schockenbäumer lange benötigte, um die abgeriegelte Struktur nach einem geschlossenen Sizilianer in seinem Sinne aufzubrechen und zum 3:0 zu erhöhen. Im Anschluss versuchte Massimo Füllbeck noch lange, seine ausgeglichene Position zu gewinnen, musste aber der hartnäckigen Verteidigung seines erfahrenen Kontrahenten Tribut zollen und willigte ins Remis ein. Mit dem 3½:½– Auswärtserfolg hat unsere erste Pokalmannschaft damit das Halbfinale erreicht, in dem noch ein weiterer Sieg zur Qualifikation für die Verbandsebene erforderlich ist.

Dritte Pokalmannschaft schlägt sich wacker

Bei DWZ-Differenzen an allen Bretter von 240 bis knapp 500 Punkten konnte unsere dritte Pokalmannschaft mit dem 1½:2½ gegen die Gäste des BSW trotz der erwarteten Niederlage sehr zufrieden sein. Einzig Anton Hannewald, der an Brett 2 schon Ausgangs der Eröffnung gegen Michail Bogorad (DWZ 2148) taktisch unter die Räder kam, ärgerte sich anschließend über seine Partie. An Brett 1 wählte Christopher Blomel gegen Eugene Tripolsky (2205) den Max-Lange-Angriff mit der Verbesserung 5… Sxe4 und konnte die resultierende dynamische Stellung jederzeit im Gleichgewicht halten, so dass die Partie leistungsgerecht unentschieden endete.

Auch die Partie von Marius Fränzel an Brett 3 – ein c3-Sizilianer gegen Wolfgang Kühler (2060) – verließ niemals die Remisbreite, obwohl Schwarz im Mittelspiel leichten Raumvorteil erlangen konnte, der allein zum Gewinn aber nicht ausreichte. Die spannendste Partie des Tages spielte am letzten Brett Daniel Borgmann gegen Wolfgang Klietsch (1911): In einem Najdorf-Sizilianer hatte Klietsch zwar immer leichten Vorteil, da Daniel aber den weißen Damenflügel konsequent unter Druck hielt, kam Weiß nie zu einem freien Figurenspiel. Angesichts der Tatsache, dass der Kampf ohnehin entschieden war, wurde auch diese Partie friedlich beendet.

Damit ist nur noch unsere erste Pokalmannschaft im Wettbewerb.

SG I im Pokal-Viertelfinale

In einem vorgezogenen Kampf der zweiten Runde des Bezirks-Vierer-Pokals konnte sich unsere erste Mannschaft problemlos mit 4:0 gegen die junge Mannschaft vom SC Solingen 1928 III durchsetzen. Nachdem Torsten Werbeck und Massimo Füllbeck mit den weißen Steinen frühzeitig Material gegen Anja Melcher und Terje Westhofen gewinnen konnten, stand es schnell 2:0. Danach wehrte sich Familie Düxmann noch lange; schließlich mussten sich aber sowohl der 1. Vorsitzende Dirk Düxmann gegen Andreas Peschel als auch Marcel Düxmann gegen Oliver Kniest im Endspiel geschlagen geben, so dass der Einzug ins Viertelfinale des Bezirks-Pokals perfekt war.

Zwei Pokalteams im Achtelfinale

Traditionell beginnt die Saison am ersten September-Sonntag mit der Auftaktrunde im Bezirks-Vierer-Pokal. Dort konnten von unseren drei Mannschaften zwei klare Siege entsprechend der Papierform verzeichnet werden, während die zweite Vertretung leider das frühzeitige Aus in Wermelskirchen ereilte.

Die erste Mannschaft hatte keine größeren Probleme, ihre nominelle Überlegenheit beim TV Witzhelden/Dabringhausen II auszuspielen. Nach schnellen Weiß-Erfolgen von Andreas Peschel und Oliver Kniest konnte Torsten Werbeck im Turmendspiel seine leichten Vorteile in einen vollen Zähler ummünzen, bevor Massimo Füllbeck den 4:0-Sieg perfekt machte.

Die schwerste Aufgabe hatte die Zweite, die mit einer Auswahl von Verbandsklassen-Spielern beim gleichklassigen SV Wermelskirchen I antreten musste. Es entwickelte sich ein spannender und ausgeglichener Kampf, in dem Walter Ommer für die erste Aufregung sorgte, als er in leicht besserer Position gegen Semir Nurovic einen Turm einstellte. Doch in unnachahmlicher Manier gelang es ihm, seine minimale Kompensation schrittweise auszuweiten und schließlich noch einen sensationellen halben Zähler aus der Stellung herauszuholen. Weniger aufregend verlief die Partie zwischen Harald Winkelrath und Thorsten Dickhaus, welche nie die Remisbreite überschritt. Etwas unglücklich dagegen die Punkteteilung von Fabian Winkler, der in Zeitnot die Remisofferte von Jacek Pyrovicz annahm und dabei an einer vielversprechenden Fortsetzung mit gutem Gewinnpotential vorbeiging. So hing alles von Spitzenbrett Markus Schmuck ab, der jedoch ein minimal schlechteres Läuferendspiel gegen den Wermelskirchener Spitzenspieler Matthias Krienke nicht Remis halten konnte, so dass statt des erhofften Blitz-Stechens eine unglückliche 1½:2½-Niederlage quittiert werden musste.

Die dritte Mannschaft konnte dagegen beim 3½:½-Erfolg über Vonkeln III ihrer Favoritenstellung gerecht werden. Den Gewinnreigen eröffnete Marius Fränzel, dessen Gegner bereits in der Eröffnung ein schwerer Fehler unterlief, der ihn gleich zwei Offiziere kostete, so dass die Partie nur wenige Züge später beendet war. Anton Hannewald an Brett 2 sah sich einer Philidor-Verteidigung gegenüber, in der er dem Gegner früh die Bauernstruktur am Königsflügel zerstören konnte. Daraus resultierte ein starker Druck auf die schwarze Stellung, den sein Kontrahent unter Qualitätsopfer abzuschütteln versuchte. Doch Anton konnte einen Damentausch erzwingen, wodurch die schwarze Initiative rasch wieder zusammenbrach. Christopher Blomel am Spitzenbrett hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen und dann konsequent in ein gewonnenes Bauernendspiel abgewickelt, legte dann aber unglücklich zu früh die Bauernstruktur auf dem Damenflügel fest, was dem Gegner erlaubte, alle Einbruchpunkte zu sichern und die Partie Remis zu halten. An Brett 4 kam Daniel Borgmann mit deutlichem Raumvorteil aus der Eröffnung heraus; sein Opponent hatte dadurch große Schwierigkeiten bei der Figurenkoordination und seine Stellung verschlechterte sich Zug um Zug. Daniel führte die Partie dann technisch sauber bis zum Matt.