Archiv der Kategorie: Turniere anderswo

Weltcup: Drei SG-Siege in Runde 2

Mit Beginn der zweiten Runde des FIDE-Weltcups in Sotschi nahm das öffentliche Interesse nochmals zu, da nun auch die Top 50-Gesetzten, angeführt von Weltmeister Magnus Carlsen, das Turnier starteten. Während dieser seine Schwarz-Partie gegen GM Sasa Martinovic gewann, gehörten die Schlagzeilen zwei seiner Hauptkonkurrenten. Levon Aronian musste seine Partie wegen Fieber-Symptomen kampflos aufgeben, während der Gegner von Fabiano Caruana, der indonesische GM Susanto Megaranto, erst während der bereits laufenden Partie erfuhr, dass sein morgendlicher PCR-Coronatest positiv gewesen war.

Es bleibt zu hoffen, dass dies das Turnier nicht nachhaltig beeinträchtigen wird, denn die sportliche Bilanz der SG-Akteure war mit 4/5 dank Siegen von Anish Giri, Jorden van Foreest und Aryan Tari ausgezeichnet. Weltcup: Drei SG-Siege in Runde 2 weiterlesen

Guter Start für Krastev und Müdder in Dortmund

Zu Beginn der letzten Jahres beschlossen die Organisatoren der traditionellen Dortmunder Schachtage einen radikale Veränderung des Festivals. Der Fokus sollte auf drei Open, davon ein Topturnier mit hohem Preisfonds, ähnlich dem Modell des Grenke Open in Karlsruhe, gelegt werden. Zudem sollte das Turnier wieder in die Westfalenhallen zurückkehren. Leider zwang die Pandemie zur Absage im Jahre 2020 und auch in diesem Jahr ist nur ein Kleinformat mit drei Rundenturnieren möglich, die das Non Castling-Match der Exweltmeister Vladimir Kramnik und Vishy Anand flankieren. Neben dem Deutschland Cup, in dem vier unserer Nationalspieler sich gegen namhafte internationale Konkurrenz beweisen müssen, gibt es mit dem Sportland NRW Cup und dem Sportland NRW Mädchen Cup auch zwei Turniere, die auf starke Jugendliche zugeschnitten sind. Dort erwischten Alexander Krastev und Melanie Müdder einen guten Start. Guter Start für Krastev und Müdder in Dortmund weiterlesen

Andersen beim Weltcup ausgeschieden

Es gehört zweifelsohne zu den schwierigsten Aufgaben im Schach, auf Bestellung gegen einen ungefähr gleichwertigen Gegner mit Schwarz zu gewinnen. Wenn man zudem am Vortag auf der falschen Seite des Brettes bei einer Glanzpartie saß, hilft dies vermutlich auch eher wenig. Dennoch versuchte Mads Andersen (2579) alles, um gegen den chilenischen GM Pablo Salinas Herrera (2514) noch den Ausgleich zu schaffen. Andersen beim Weltcup ausgeschieden weiterlesen

FIDE-Weltcup startet mit 6 SG-Spielern

Der im Zweijahresrhythmus ausgetragene FIDE-Weltcup gehört mit seinem KO-Modus nicht nur zu den prestigeträchtigsten, sondern auch spektakulärsten Turnieren der Schachwelt. In diesem Jahr ist die Aufmerksamkeit sogar noch größer als ohnehin, denn das vom 12.07. bis zum 07.08. in Sotschi ausgetragene Turnier ist die erste hochrangige Schachgroßveranstaltung seit Beginn der Pandemie. Dies gilt umso mehr, weil die FIDE zum einen erstmals parallel einen Frauenweltcup mit 103 Spielerinnen durchführt und zum anderen die Teilnehmerzahl des Welctcups von den üblichen 128 Spielern auf 206 Teilnehmer erhöht hat.  Dadurch wurde das über verschiedene Qualifikationsmodi zusammengesetzte Feld noch internationaler. So finden sich in der von Weltmeister Magnus Carlsen angeführten Teilnehmerliste Spieler aus 93 verschiedenen Nationen. Mit dabei sind mit Anish Giri, Pentala Harikrishna, Jorden van Foreest, Markus Ragger, Aryan Tari und Mads Andersen auch sechs Spieler unseres Bundesligakaders. FIDE-Weltcup startet mit 6 SG-Spielern weiterlesen

Luisa Bashylina überzeugt bei DSB-Kaderchallenge

Luisa Bashylina

Mit 1½/7 beendete Luisa Bashylina die vom 05.–11.04.2021 in Magdeburg ausgetragene Kaderchallenge des Deutschen Schachbundes zwar »erwartungsgemäß« auf dem 8. Platz unter 8 Teilnehmerinnen, doch als nominell klare Außenseiterin setzte die 14-Jährige bereits eine Achtungszeichen und wird langfristig von diesen Erfahrungen gegen die besten deutschen Spielerinnen sicherlich profitieren. Luisa Bashylina überzeugt bei DSB-Kaderchallenge weiterlesen

Große Herausforderung für Luisa Bashylina

Um seinen Nationalspielern die in Pandemiezeiten völlig fehlende Turnierpraxis am Brett zu bescheren, organisiert der Deutsche Schachbund vom 05.–11.04.2021 die DSB-Kader-Challenge, in der zwei Rundenturniere mit Spielern des Damen- und Herrenkaders ausgetragen werden. Ursprünglich sollten auch bei den Damen ähnlich wie bei den Herren 10 Spielerinnen mitwirken, doch durch zahlreiche studien-, schul- und berufsbedingte Absagen reduzierte sich das Teilnehmerinnenfeld auf 8 Akteure.

Durch die Absagen erlangte auch Luisa Bashylina einen Nachrückerplatz und steht nun kurzfristig vor der größten sportlichen Herausforderung ihrer bisherigen Laufbahn. Bei einem Elo-Schnitt von 2250 ist sie mit ihrer aktuellen Zahl von 1978 die klare Außenseiterin.  Große Herausforderung für Luisa Bashylina weiterlesen

Alexander Krastev in Italien aktiv

Während alle traditionellen Osterturniere einschließlich des größten deutschen Schachfestivals in Karlsruhe aufgrund der Coronabeschränkungen abgesagt werden mussten, war es in Italien möglich, Schach am Brett zu absolvieren. Dort organisiert der italienische GM Pier Luigi Basso seit Beginn der Pandemie einige Turniere in Venetien und vom 01.-05.04.2021 fand das erste Bassano Osteropen sogar in 3 Gruppen mit insgesamt 126 Teilnehmern statt. Das A-Open war mit 10 GM und 7 IM unter den 60 Spielern sehr ansprechend besetzt und bot daher auch Normchancen.

Auch unser Neuzugang FM Alexander Krastev hoffte natürlich auf einen weiteren Schritt zum angestrebten IM-Titel und startete als Nummer 18 der Setzliste mit 3/4, darunter ein Remis gegen den österreichischen GM Andreas Diermair (2477), gut ins Turnier.  Doch nach der Niederlage am Abend der zweiten Doppelrunde gegen GM Valentin Dragnev (2559) geriet Alexander  aus dem Rhythmus und musste schließlich nach einem schwachen Finish mit 4½/9 auf Platz 28 zufrieden sein.

Trotz der aufgrund der mißglückten zweiten Turnierhälfte verlorenen 26 Elo-Punkte war Alexander vor allem froh, sechs Monate nach der Deutschen Ländermeisterschaft endlich wieder Turnierpartien am Brett bestreiten zu können.

Zu den Ergebnissen

Michalczak beim Prager Open wieder am Brett

Für unseren fleißigsten Turnierspieler Thomas Michalczak war es in seiner über 30jährigen Schach-Karriere schon eine sehr besondere Erfahrung, fast ein halbes Jahr lang keine Turnierpartie spielen zu können. Umso erfreuter war er, dass die routinierten Organisatoren der Czech Tour, die im Juli das riesige Festival in Pardubice noch hatten verschieben müssen, im August wieder ihren Turnierbetrieb aufnahmen. So reiste Tom mit Freundin Carola vom 08.-15.08.2020 in die goldene Stadt und verband das Angenehme mit dem Nützlichen.  Michalczak beim Prager Open wieder am Brett weiterlesen

Pentala Harikrishna zurück in Top 20 der Weltrangliste

Pentala Harikrischna
Wikipedia)

Den Turniersieg beim Bieler Schachfestival konnte er sich nach seinem schwachen Ergebnis beim Blitzturnier aufgrund der Triathlon-Wertung nicht mehr sichern, aber ein grandioser Endspurt im klassischen mit drei Siegen in Folge werden dafür sorgen, dass Pentala Harikrishna bei der am 01.08.2020 erscheinenden Weltrangliste mit einer Elo von 2732 wieder in die Top 20 einziehen wird. Pentala Harikrishna zurück in Top 20 der Weltrangliste weiterlesen

Andreas Peschel feiert Turnierschach-Comeback auf Schloss Mansfeld

Nachdem in den letzten Wochen in einigen europäischen Ländern erste Turniere seit dem Beginn der Coronaschutzmaßnahmen wieder durchgeführt werden konnten, hatte Andreas Peschel die Freude, am vermutlich ersten deutschen Open am Brett wieder teilnehmen zu können. Hierzu reiste er in den Südharz, wo vom 23.–26.07.2020 die 5. Auflage des Open auf Schloss Mansfeld stattfand. Andreas Peschel feiert Turnierschach-Comeback auf Schloss Mansfeld weiterlesen