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Rekordbeteiligung beim Anfänger-Turnier

Bereits zum fünften Mal richtete unser Verein als Abschluss unserer Ferienspaß-Aktion ein Schachturnier für vereinslose Spieler und auch bereits im Verein spielende Anfänger aus. In diesem Jahr konnte dabei mit 19 Spielern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden. Auch wenn für viele Kinder die ersten Partien unter Verwendung einer Schachuhr ebenso wie das Einhalten einer gewissen Turnierdisziplin noch gewisse Probleme verursachten, waren doch alle mit großem Eifer und Ehrgeiz bei der Sache und wurden nach sieben Schnellschachpartien nicht nur mit einem von unserem Vorsitzenden Frank Borkott gestifteten Imbiss, sondern auch mit einer Urkunde und einem Sachpreis belohnt.

Turniersieger wurde Thomas Grethlein, der sich nach sechs Siegen in der Schlussrunde eine Niederlage erlaubte, aber dank der besseren Buchholz-Wertung noch vor dem punktgleichen Maximilian Scherf blieb, während Ruben Kummer mit 5/7 Dritter wurde. Die beiden teilnehmenden Mädchen Amina Sherif und Mia Scherf schlugen sich gegen ihre männliche Konkurrenz sehr achtbar und landeten mit 3½ Zählern auf den Plätzen 9 und 10.

Tabelle und Link zur Fotogalerie

Wechselhaftes Kavala-Open für Robert Zysk

Einen großen Teil seines Jahresurlaubs nutzt unser Bundesligaspieler Robert Zysk auch in diesem Jahr für eine kleine Turnierserie in seinem Lieblings-Schachland Griechenland. Zum Auftakt stand vom 04.–11. August die offene griechische Meisterschaft in Kavala auf dem Programm, zu der sich ca. 300 Spieler eingefunden hatten.

Davon entfielen 129 Teilnehmer auf das A-Open, wo Robert im Kreise von 18 GM und 23 IM sich durchaus Hoffnungen auf eine GM-Norm machte. Doch nach einem Zweitrundenverlust gegen eine griechische WIM war dieses Ziel schnell außer Reichweite, auch wenn Robert sich steigerte und nach einem Schwarz-Remis gegen den an Nummer 2 gesetzten Lokalmatadoren GM Hristos Banikas (2586) mit 5/7 in der erweiterten Spitzengruppe lag.

Doch eine Weiß-Niederlage in der Schlussrunde verhinderte schließlich den Sprung in die Preisränge, so dass Zsyk der Setzliste entsprechend mit 5½ Zählern auf Rang 24 ins Ziel kam.

Ergebnisse und Fotos zum Turnier unter http://www.chesskavala.gr/

Sipke Ernst verpasst letzte GM-Norm in Dieren

Unmittelbar im Anschluss an das stark besetzte Schachfestival in Amsterdam zog ein großer Teil der dortigen Titelträger nach Dieren weiter, um an den traditionell dort ausgetragenen offenen holländischen Meisterschaften teilzunehmen. Darunter war auch Sipke Ernst, der im mit 11 GM und 10 IM ansprechend besetzten Meisterturnier nach dem durchschnittlichen Resultat in Amsterdam nun die letzte GM-Norm erfüllen wollte.

Doch leider unterlag er bereits in der zweiten Runde einem titellosen Spieler, was bereits frühzeitig fast alle Hoffnungen auf die Norm zerstörte. So musste sich Sipke trotz einer tollen zweiten Turnierhälfte, in der er u.a. den Ex-Solinger David Baramidze besiegte und in den Schlussrunden gegen die GM Mchedlishvilli (2561) und Turniersieger Friso Nijboer (2598) remisierte, mit einem geteilten dritten Platz unter 86 Teilnehmern zufrieden sein.

Damit gewann er zwar sechs Elo-Punkte hinzu und blieb deutlich über seinem Setzlistenplatz 11, muss aber weiter auf die Titelverleihung warten. Der Elberfelder Spitzenspieler Rainer Odendahl kam mit 6 Zählern auf einen guten 15. Platz, verpasste aber ebenfalls seine dritte IM-Norm.

Infos zum Turnier unter http://www.schaakbond.nl/nieuws/dieren2006/

Werle auf Platz 4 in Curacao

Während ganz Mitteleuropa über die extreme Hitze im Juli klagte, ließ es sich unser Bundesligaspieler Jan Werle in der Karibik gut gehen und nahm am kleinen Schachfestival auf der Insel Curacao teil, das vor drei Jahren bereits von Sandipan Chanda gewonnen worden war.

Im kleinen Hauptturnier (42 Teilnehmer) war Jan hinter den amerikanischen Weltklassegroßmeistern Schabalov und Ehlvest an Position 3 gesetzt und landete schließlich standesgemäß mit 6½/9 auf dem geteilten 3.–4. Platz. Dabei unterlag er lediglich der amerikanischen Großmeisterin Anna Zatonskih, die im aktuellen Bundesligakader von Mülheim Nord gemeldet ist. Dafür konnte sich Jan neben der Karibiksonne vor allem an seinem Sieg über den topgesetzten Alex Shabalov (2604) in einem scharfen Botwinnik-Halbslaven freuen.

Weitere Infos unter www.curacaochess.net

Mäßiger Endspurt in Pardubice

Nach einem exzellenten Zwischenstand wurde die Solinger Bilanz beim Schachfestival in Pardubice durch zwei suboptimale Schlussrunden noch ein wenig geschmälert. Im A-Open hatte sich Michael Hoffmann nach zwei Remisen zum Auftakt durch drei Siege in Folge in das direkte Verfolgerfeld geschoben. Darauf folgten drei Remisen gegen starke Gegner mit Elo-Zahlen über 2500. Mit 5½/8 erwischte er dann eine äußerst unglückliche Auslosung, als er in der Schlussrunde mit Schwarz gegen den an Nummer 3 gesetzten Polen Radoslav Wojtaszek (2622) antreten und seine erste Niederlage quittieren musste. Somit fiel er auf Rang 76 zurück, konnte sich aber noch über 4 gewonnene Elo-Punkte freuen.

Lorenz Drabke kam das gesamte Turnier über nicht in Schwung und musste in der 7. Runde wegen gesundheitlicher Probleme sogar eine Partie kampflos abgeben. Immerhin blieb er nach seiner Niederlage in Runde 2 im weiteren Turnierverlauf am Brett ungeschlagen und landete mit erspielten 5/8 auf dem 155. Rang im Rahmen seiner Elo-Erwartung.

Im B1-Open litt Andreas Peschel wieder einmal unser seiner schwachen Chancenverwertung, so dass er eine klar bessere und eine Gewinnstellung jeweils zum Verlust verdarb. Nach der vielversprechenden Zwischenbilanz von 4½/6 war nach der zweiten unglücklichen Null in Runde 7 die Luft raus und Andreas kam schließlich mit 5½/9 auf Platz 91 im Rahmen seiner Elo-Erwartung ins Ziel.

Clara Wirths zeigte wieder einmal absolutes Kampfschach und hatte am Ende nicht eine einzige Remispartie auf dem Konto. Im starken B1-Open, in dem sie im Vorjahr noch mit 1½/9 zufrieden sein musste, bot sie eine spielerisch voll überzeugende Vorstellung, lag immer im oberen Mittelfeld und fiel nach 4/7 erst durch zwei Niederlagen in den Schlussrunden auf den 229. Platz zurück. Dennoch liess dieser couragierte Auftritt die schwächere Leistung von Oberwart vergessen und wurde mit dem Gewinn von ca. 25 Elo-Punkten belohnt.

SG-Quartett beim gigantischen Schachfestival in Pardubice

Zwar nicht so zahlreich wie im Vorjahr, aber immerhin noch mit vier Spielern ist unser Verein beim inzwischen größten Schachfestival der Welt im tschechischen Pardubice vertreten, dessen Teilnehmerzahlen in jedem Jahr aufs Neue wachsen. So kann sich Andreas Peschel, der in diesem Jahr bereits zum 11. Mal am Start ist, noch daran erinnern, wie es im Jahre 1995 ein in Deutschland weitgehend unbekanntes, wenn auch mit ca. 500 Spielern bereits großes Festival war.

Inzwischen sind alleine in den fünf Haupt-Open, die in verschiedenen Kategorien vom 21.–29. Juli ausgetragen werden, unglaubliche 1655 Spieler aus 42 Ländern, darunter fast 400 (!) Deutsche am Start. Insgesamt dauert das Festival vom 13.–30. Juli und kommt mit diversen Rahmenveranstaltungen im Schach und anderen Brettspielen auf über 3000 Teilnehmer!

Doch nicht nur quantitativ, auch qualitativ setzt das Festival Maßstäbe: So sind im A-Open, für das nur Spieler mit Elo über 2200 zugelassen sind, 406 Spieler mit einem Elo-Schnitt von 2337(!) am Start. Im vom tschechischen Wunderkind David Navara (2706) angeführten Feld kämpfen 58 GM und 120 IM um den eher mäßigen Preisfonds, wertvolle Elo-Punkte und vor allem Normen. Unser angehender GM Michael Hoffmann, dem der Titel bald verliehen werden dürfte, startete als Nummer 74 der Setzliste mit zwei teils glücklichen Remisen ins Turnier, ehe ein Schwarz-Erfolg über das 14-jährige Hamburger Talent Niclas Huschenbeth den Bann brach. Nach einem weiteren Sieg liegt Michael nun mit 3/4 im Verfolgerfeld.

Noch nicht optimal läuft es für Lorenz Drabke (148 der Setzliste), der nach einem standesgemäßen Auftaktsieg dem weissrussischen Vorjahressieger GM Andrej Kovalev (2562) unterlag und dann gegen zwei schwächere Gegner nicht über Remisen hinauskam, so dass er sich mit 2 Zählern im breiten Mittelfeld befindet.

Auch das B1-Open, in dem ebenfalls ausschließlich Elo-Träger zugelassen sind, ist mit 392 Spielern, darunter 5 IM, immer noch gut besetzt. Dort startete Andreas Peschel als Nummer 78 der Setzliste mit einem glücklichen Remis, ließ dann zwei Siege folgen, bevor ihn eine Niederlage gegen IM Kutynec (2326) etwas zurückwarf.

Mit 50 % der Punkte liegt Clara Wirths einen halben Zähler dahinter. Sie bekommt als Nummer 357 der Rangliste praktisch ausschließlich stärkere Gegner zugelost und startete mit zwei schön herausgespielten Siegen. Trotz der dann folgenden beiden Niederlagen weist ihre bisherige Performance von 2185 die starke Leistung aus, die sie hoffentlich in der zweiten Turnierhälfte bestätigen können wird.

Alle Infos über dieses Schachfestival gibt es unter www.czechopen.net Zudem sind die statistischen Ergebnisdaten aller Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen unter www.deep-chess.de abrufbar.

Markus Schäfer überzeugt in Amsterdam

Beim stark besetzten ACT in Amsterdam fiel die Solinger Gesamtbilanz am Ende durchwachsen aus. Insbesondere Topspieler Daniel Stellwagen litt ziemlich unter »Ladehemmung«, so dass ihm in der zweiten Turnierhälfte kein weiterer Sieg gegen schwächere Gegnerschaft gelang. Nach vier Remisen zum Abschluss landete er mit 5½/9 auf dem 17. Platz. Daniel blieb zwar ungeschlagen, musste aber einige Experimente zur Erweiterung seines Eröffnungsrepertoires schließlich mit dem Verlust von 11 Elo-Punkten bezahlen.

Auch Sipke Ernst spielte das gesamte Turnier ziemlich unauffällig und stets im »Windschatten« der Tabellenspitze. Im Vereinsduell gegen Stellwagen musste er in Runde 6 trotz zwischenzeitlichem Mehrbauern mit einem Remis zufrieden sein. Nach einem vollen Zähler in der Vorschlussrunde konnte er sich dann mit 5½/8 doch noch Hoffnungen auf eine Topplazierung machen. Leider musste er in der Schlussrunde gegen den starken GM Al-Modiakhi (2564) aus Katar seine erste Niederlage hinnehmen und landete auf Rang 14.

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Runde 7: Schäfer – Tukmakov ½:½

Dagegen sorgte Markus Schäfer für positive Schlagzeilen: Nach seinem Erfolg über den Chinesen Li Shilong (2540) erreichte er in packenden Kampfpartien zwei Punkteteilungen gegen die GM Sergej Erenburg (2585) und GM Vladimir Tukmakov (2560). Erst eine Niederlage gegen das große holländische Talent IM Wouter Spoelman (2456) beendete den kleinen Lauf unseres Zweitligaspielers. Nach einem Kurzremis gegen Wattenscheids IM Frank Holzke beendete Markus das Turnier mit 5 Zählern auf Platz 26 und gewann 15 Elo-Punkte.

Martin Alexander Becker konnte sich in der zweiten Turnierhälfte nicht mehr aus dem Mittelfeld lösen. Er agierte diesmal zu wechselhaft, um ernsthafte Chancen auf seine dritte IM-Norm zu erhalten. Immerhin überzeugte er nach einer Niederlage in der achten Runde noch mit großem Kampfgeist und erreichte durch einen Schlussrundenerfolg die 50-%-Marke. Mit jeweils drei Siegen, Remisen und Niederlagen erreichte er Platz 46 und blieb knapp unter seiner Elo-Erwartung.

Starke Solinger Halbzeit-Bilanz in Amsterdam

Vom 15.–23.07. findet in Amsterdam die dritte Auflage des Amsterdam Chess Tournament (ACT) statt, das die Nachfolge der legendären OHRA-Turniere im letzten Jahrhundert angetreten hat. Traditionell wird in vier Spielstärkegruppen agiert, wobei im A-Turnier nur Spieler mit einer Elo über 2225 zugelassen sind. Dort haben sich 85 Teilnehmer versammelt, unter denen sich 14 GM und 22 IM befinden.

© ChessVista

Runde 5: Van Delft (2378) – Ernst (2504) ½:½

Nach fünf gespielten Runden kann sich die »Halbzeit-Bilanz« der vier Solinger Akteure durchaus sehen lassen. Daniel Stellwagen (Platz 7 der Setzliste) und Sipke Ernst (15) gaben bereits frühzeitig Remisen ab, agieren aber sehr sicher und sind mit jeweils 3½/5 noch ungeschlagen. Heute kommt es zum spannenden internen Solinger Duell. Ebenfalls 3½ Zähler weist Markus Schäfer (Setzlistenplatz 33) auf, der nahtlos an seine exzellente Form vom Solinger Open anknüpfen konnte. Zwar unterlag er in der zweiten Runde in einer spannenden Partie dem langjährigen Weltklassespieler Jan Timman, konnte dafür aber gestern mit dem Chinesen GM Li Shilong (2540) einen GM-Skalp erobern und liegt nun ebenfalls im Spitzenfeld, wo er heute auf den für Katernberg spielenden GM Sergej Erenburg (2585) trifft.

Damit gelang Markus auch eine Revanche für den an Position 43 gesetzten Martin Alexander Becker, der zuvor dem Chinesen unterlegen war. Aufgrund einer weiteren Null gegen den englischen IM Simon Ansell (2391) hat Martin damit keine Chancen auf eine IM-Norm mehr und liegt nun mit 2/5 im unteren Mittelfeld.

Weitere Infos zum Turnier und tägliche Live-Partien ab 13.00 Uhr unter www.amsterdamchesstournament.nl (Diese Seite funktioniert aufgrund einer fehlerhaften Framestruktur nur mit dem Internet Explorer!)

Herwig Pilaj geteilter Erster in St.Veit

Parallel zum großen Open in Oberwart fand in St.Veit ein weiteres gut besetztes Open in Österreich vom 08.–15.07. statt. Unter den 115 Spielern (2 GM, 7 IM) befand sich auch Herwig Pilaj, der sich als Siebter der Setzliste einige Hoffnungen auf eine gute Plazierung machen konnte. Zwar musste Herwig frühzeitig einige Remisen zulassen, konnte dann jedoch mit einem guten Finale und zwei Siegen in den Schlussrunden noch zur Spitze aufschliessen. Mit 7/9 konnte er sich damit über den geteilten 1.–4. Platz freuen, auch wenn es nach Wertung »nur« für Platz 4 reichte. So zeigte Herwig nach einigen schwächeren Resultaten einen schönen Aufwärtstrend, den er hoffentlich bei seinen Solinger Einsätzen im kommenden Jahr bestätigen können wird.

Turnierinfos unter www.stveitopen.at

Durchschnittliches Solinger Abschneiden in Oberwart

Im österreichischen Oberwart fand vom 8. bis 16. Juli bereits zum 29. Mal das traditionelle Sommer-Open statt. In der A-Gruppe, in der nur Spieler mit Wertungszahl über 1800 zugelassen waren, starteten 158 Spieler, darunter 9 GM, 19 IM und zwei Solinger Vertreter. Andreas Peschel, der an Position 61 gesetzt war, spielte ein durchschnittliches Turnier, begann mit zwei Remisen gegen österreichische Jungtalente und blieb danach im Rahmen der Erwartungen, indem er die schwächeren Kontrahenten besiegte und gegen die stärkeren Gegner verlor. Höhepunkte war sein Schwarz-Sieg in Runde 8 über FM Dr. Titz (2286), der in Klagenfurt Teamkollege von Herwig Pilaj ist. Insgesamt erreichte Andreas mit 5/9 Rang 57 und gewann immerhin 8 Elo-Punkte.

Für Clara Wirths war die erste Turnierhälfte dagegen sicherlich der Tiefpunkt ihrer noch jungen Schachkarriere. Aus fünf viel versprechenden bis Gewinnstellungen erreichte sie in den ersten fünf Runden am Ende 0 Zähler. Nach dem Freilos in Runde 6 konnte sie sich zumindest stabilisieren und mit einem Sieg und zwei Remisen einen versöhnlichen Abschluss dieses Horror-Turniers schaffen. Mit 3/9 landete sie auf Platz 134 und möchte nun hochmotiviert in der kommenden Woche die erlittenen Elo-Verluste in Pardubice wieder gutmachen.

Weitere Infos zum Turnier in Oberwart unter www.openoberwart.at