Unsere Vierte hat den ersten Mannschaftskampf der neuen Saison mit 3:5 gegen die SGem Hochneukirch verloren. Gegen die Gäste vom linken Niederrhein, die als Anwärter auf den Aufstieg gelten, erwiesen sich deren starken Spitzenbretter mit drei Siegen als letztlich spielentscheidend, so dass die Siege von Christopher Blomel und Neuzugang Daniel Reksten bei seinem SG-Debüt für eine Punkteteilung zu wenig waren. Auftaktniederlage in der Verbandsliga weiterlesen
Pokal-Titel mit Verspätung
Die Spielzeit 2010/2011 hielt einige tolle Ergebnisse unserer Jugendabteilung bereit: der vierte Rang der U14-Mädchen bei der NRW-Meisterschaft, Platz 3 in der Jugend-Bundesliga und schließlich die Silbermedaille bei der NRW-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft. Nur ein Titelgewinn fehlte in der Bilanz. Diesen gab es nun nachträglich in der bereits neuen Saison, denn dank eines souveränen 11:5 (3½:½)- Erfolg bei den SF Heinsberg gelang mit etwas Verspätung die Titelverteidigung im Niederrhein-Jugendpokal, nachdem das Finale aufgrund von Terminschwierigkeiten im Juli in den September verlegt worden war.
In einer Neuauflage des Vorjahresfinales war unser Quartett klar favorisiert, da die Heinsberger einige Personalprobleme zu verkraften hatten. Dennoch kam die Führung sehr glücklich zustande, da Seva Bashylin am vierten Brett eine äußerst oberflächliche Partieanlage zeigte und nur von einem Turmeinsteller profitierte. Etwas später sorgte Jan Hobusch für den nächsten vollen Zähler, nachdem er in taktischen Verwicklungen entscheidend Material gewonnen hatte. Den Titelgewinn sicherte dann Ewald Fichtner am zweiten Brett mit einer Punkteteilung ab, nachdem aus einer ruhigen Reti-Stellung die Stellung in ein völlig ausgeglichenes Endspiel verflacht war. Den endgültigen Schlusspunkt unter die letzte Saison setzte dann am Spitzenbrett Alexander Hobusch, der nach etwa fünf Stunden dank guter Technik seine Vorteile in einem Endspiel mit zwei Figuren gegen Turm nachweisen konnte.
Zum Abschluss geht ein besonderer Dank an Wieland Wolf, der sehr kurzfristig als Fahrer eingesprungen war und wir hoffen, dass dieser erfolgreiche Abschluss der letzten Spielzeit gleichzeitig den Beginn einer ebenso erfolgreichen neuen Saison darstellt.
Michalczak auf Platz 2 am Möhnesee
Der zweifellos fleißigste SG-Spieler in diesem Sommer war unser Jugendtrainer Thomas Michalczak, der nach den IM-Turnieren in Dortmund und Olmütz sowie dem Wochenend-Open von Gütersloh auch vom 01.-04.09.2011 in Ostwestfalen beim Möhnesee-Pokal am Start war, der traditionell am letzten Wochenende der Sommerferien stattfindet.
Tom war unter den 86 Spielern im A-Open an Position 3 gesetzt und erwischte ein sehr gutes Turnier. Er startete mit 3 Siegen, blieb auch in der Folge ungeschlagen und gab lediglich 3 Remisen ab, darunter gegen den Turniersieger GM Viesturs Meijers (2492). So landete er mit einem halben Zähler Rückstand auf dem geteilten zweiten Platz, wobei er von allen Spielern mit 5½/7 die beste Wertung aufwies.
Als Lohn gab es 400 Euro, neun gewonnene Elo-Punkte sowie viel Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben in der Mannschaftsmeisterschaft und im Europapokal.
Zwei Viererpokal-Mannschaften weiter
Einen holprigen Saisonstart gab es für die drei SG-Teams in der ersten Runde des Bezirks-Viererpokals, der traditonell die Saison eröffnete. Da die erste Mannschaft als Titelverteidiger bereits für die Verbands-Ebene vorberechtigt ist, geht unsere Zweite als nominell stärkstes der drei Quartetts in den Wettbewerb und wurde ihrer Favoritenrolle gegen den Vohwinkeler SC mit 4:0 gerecht. Außerdem zitterte sich die Vierte mit einem 2:2 gegen den MTV Langenberg dank besserer Berliner Wertung ins Achtelfinale. Dagegen musste sich die Dritte beim Vorjahresfinalisten BSW Wuppertal I mit 1½:2½ geschlagen geben und schied aus. Zwei Viererpokal-Mannschaften weiter weiterlesen
Seva Bashylin überzeugt auf der Wewelsburg
Bereits seit vielen Jahren richtet die Schachjugend NRW zum Abschluss der Sommers eine Ferienfreizeit für Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren auf der Wewelsburg aus, in deren Rahmen ein Open die ideale Gelegenheit zur Saisonvorbereitung bietet. Das fast 900 Jahre alte Burgschloß im Kreis Paderborn ist traditionell ein gutes Pflaster für Seva Bashylin, der hier im Vorjahr den Turniersieg erringen konnte.
So gehörte er auch vom 27.08.-02.09.2011 als Nummer 6 der Setzliste im Feld der 86 Spieler zum Favoritenkreis und wurde dieser Rolle absolut gerecht. Nach einem Sieg über den topgesetzten Malte Böhm (1963) und einem Remis gegen U14-NRW-Meister Mark Meyers lag er mit 4½/5 an der Tabellenspitze, bevor eine Weiß-Niederlage gegen Viktor Spangenberg die Hoffnungen auf die Titelverteidigung zerstörte. So reichte es mit 5½/7 »nur« zu Platz 2, mit dem Seva dennoch sehr zufrieden sein konnte.
Amina Sherif wurde mit 4½ Zählern bestes Mädchen und landete auf Rang 17 im Rahmen der Erwartungen, auch wenn sie mit der zweiten Turnierhälfte, in der ihr nur 3 Remisen gegen schwächer eingeschätzte Spieler gelangen, nicht ganz zufrieden sein konnte. Dafür spielte ihr 10jähriger Bruder Malik groß auf und erreichte hervorragende 50 Prozent der Punkte, obwohl er fast ausschließlich gegen stärkere Gegnerschaft antreten musste. Platz 47 und ein deutlicher DWZ-Sprung waren der verdiente Lohn.
Bitteres Aus für Markus Ragger
Unser Spitzenbrett Markus Ragger ist nach einer unglücklichen ½: 1½-Niederlage im heutigen Tie Break gegen Evgeny Alekseev in der ersten Runde des FIDE-Weltcups ausgeschieden. Nach den beiden Remisen in den Turnierpartien waren heute zunächst zwei Schnellpartien mit der Bedenkzeit 25 Minuten + 10 Sekunden/Zug auszutragen.
In seiner Weiß-Partie wiederholte Markus das Angriffskonzept aus der ersten Begegnung gegen die erneute Lasker-Verteidigung im Damengambit. Diesmal erwiderte Alekseev mit der dogmatischen Öffnung des Zentrums gegen den weißen Flankenangriff, was sich jedoch nicht auszahlte. Ragger besaß nach einigen Abtäuschen etwas Entwicklungsvorsprung und ergänzend die Initiative am Königsflügel, was er mit einer hübschen taktischen Kombination zu einem Bauerngewinn nutzte. So entstand ein gewinnträchtiges Endspiel mit Turm, Läufer und fünf gegen Turm, Springer und vier Bauern, in dem sich der Russe jedoch äußerst zäh verteidigte. Bei immer knapper werdender Bedenkzeit wickelte Markus schließlich in ein Turmendspiel ab, das jedoch trotz Mehrbauern nicht zu gewinnen war. Bitteres Aus für Markus Ragger weiterlesen
Ragger erreicht Tiebreak
In der zweiten Partie der ersten Runde des Weltcup im russischen Khanty Mansisk versuchte Evgeny Alekseev (2658) gegen die slawische Verteidigung von Markus Ragger mit der Abtauschvariante einen minimalen Vorteil zu erreichen, um danach risikolos ein wenig auf Gewinn spielen zu können. Doch unser österreichisches Spitzenbrett zeigte sich gut präpariert und er konnte mit genauem Spiel völligen Ausgleich erzielen, so dass sich der Russe bereits nach 18 Zügen in die Punkteteilung fügte.
Somit gilt es morgen ab 11.00 Uhr die Daumen zu drücken, wenn der Schnellschach- und mögliche Blitz-Tie Break auf der Turnierseite oder der chessdom-Seite live zu verfolgen ist.
Smeets verpasst Turniersieg in Barcelona
Das Open de Sants in Barcelona erlebte vom 19.-28.08.2011 schon seine 13.Auflage und konnte mit 659 Startern in zwei Gruppen einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Auch die Besetzung war mit 29 GM und 45 IM wirklich exzellent, so dass Jan Smeets nach dem Turnier in Vlissingen bereits den zweiten seiner seltenen Ausflüge in die Open-Arena unternahm und als Topgesetzter in das Turnier ging. Leider konnte er in der ersten Turnierhälfte seine Formkrise nicht ablegen und lag nach einer unerwarteten Weiß-Niederlage gegen den spanischen FM Arribas Lopez (2443) mit 3½/5 bereits 1½ Zähler hinter der Spitze zurück.
Dann fand er jedoch besser ins Turnier und lag nach vier Siegen in Folge als Teil eines Quartetts mit 7½/9 in Führung. In der Schlussrunde kam es dann zu einem Duell mit dem bei uns bestens bekannten Matthew Sadler (2625), der vor fast einem Jahrzehnt nicht nur sein Engagement in der Bundesliga, sondern auch seine gesamte Schach-Karriere eingestellt hatte. Bei seinem ersten großen Turnier nach dieser Pause zeigte der Brite jedenfalls, dass er von seiner einstigen Klasse nichts eingebüßt hat und überspielte unseren holländischen Spitzenspieler in einer scharfen halbslawischen Meraner Variante. So konnte Sadler bei seinem Comeback gleich einen alleinigen Turniersieg feiern, während Smeets zum zweiten Mal innerhalb eines Monats durch eine Niederlage in der Schlussrunde den Turniersieg verpasste und mit Rang 6 zufrieden sein musste.
Mehr Infos auf der Turnier- und Ergebnisseite.
Michalczak auf Rang 8 in Gütersloh
Zum dritten Mal wurde vom 26.-28.08.2011 in Gütersloh der Sparkassen-Cup als Wochenend-Open ausgetragen und war mit 166 Teilnehmern in 3 Gruppen nicht nur quantitativ gut, sondern mit 2 GM und 2 IM auch qualitativ sehr ordentlich besetzt. Dahinter war Thomas Michalczak an Position 5 gesetzt und hoffte natürlich auf eine Verbesserung seines 4.Ranges aus dem Vorjahr, um in die gut dotierten Preisgelder für die ersten drei Plätze zu gelangen.
Bis zur Schlussrunde waren seine Chancen mit 3½/4 auch absolut intakt, bevor er dann im letzten Durchgang mit einer Schwarz-Partie gegen den topgesetzten GM Alexander Berelovich (2563) nicht gerade vom Auslosungsglück verfolgt war. Leider setzte es die zu befürchtende Niederlage, so dass er schließlich als Achter das Turnier beendete.
Markus Ragger remisiert erste Weltcup-Partie
Vom 26.08.–20.09. findet im russischen Khanty Mansisk nach der Schach-Olympiade im Vorjahr nun auch erneut das Weltcup-Turnier statt, bei dem die 128 qualifizierten Spieler im KO-System nicht nur um einen Preisfond von 1,6 Millionen Dollar, sondern auch um 3 Qualifikationsplätze für das nächste WM-Kandidatenturnier kämpfen. Dementsprechend hat sich ein herausragendes Teilnehmerfeld, angeführt vom Weltranglisten-Fünften Sergej Karjakin, mit insgesamt 32 Spieler über Elo 2700 versammelt. Markus Ragger remisiert erste Weltcup-Partie weiterlesen