ECC 2006 – Erste Ergebnisse

Vom 8. bis zum 14. Oktober findet in Fügen (Österreich) der Mannschafts-Europa-Cup 2006 statt. Gespielt werden 7 Runden im Schweizer System. Auch die SG 1868-Aljechin nimmt mit einer Mannschaft teil. Es spielen:

  • GM Alexander Naumann,
  • IM Sipke Ernst,
  • IM Michael Hoffmann,
  • FM Jörg Wegerle,
  • IM Markus Schäfer,
  • Martin Alexander Becker,
  • FM Oliver Kniest und
  • Andreas Peschel.

In jeder Begegnung spielen jeweils sechs der acht gemeldeten Spieler.

Die Qualität des Wettbewerbs wird klar, wenn man erfährt, dass diese Mannschaft auf dem 21. Setzplatz von 56 Mannschaften liegt.

In der ersten Runde wurde man gegen Monte Carlo (Setzplatz 49) gelost und gewann die Begegnung mit 4:2. Sipke Ernst, Jörg Wegerle und Martin Becker holten volle Punkte, Michael Hoffmann und Markus Schäfer trugen je einen halben Punkt bei.

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Sipke Ernst und Alexander Naumann (2. Runde)

In der heutigen Zweitrundenbegegnung wurde es dann ernst: Es erwartete unsere Spieler die Mannschaft »Bank King« aus Armenien (8. Platz der Setzliste), die an allen sechs Brettern mit GMs antratt und deutliche Elo-Vorteile aufweist. Unsere Mannschaft verlor den Kampf mit 2½:3½, allerdings konnten dabei Sipke Ernst und Jörg Wegerle volle Punkte erzielen. Den verbleibenden halben Punkt holte am 1. Brett Alexander Naumann.

Sämtliche Einzelergebnisse stehen auf der Webseite www.ecc2006.com. Dort findet man auch Bilder vom Spielort und den Runden und Partien zum Download.

Dritte Pokalmannschaft schlägt sich wacker

Bei DWZ-Differenzen an allen Bretter von 240 bis knapp 500 Punkten konnte unsere dritte Pokalmannschaft mit dem 1½:2½ gegen die Gäste des BSW trotz der erwarteten Niederlage sehr zufrieden sein. Einzig Anton Hannewald, der an Brett 2 schon Ausgangs der Eröffnung gegen Michail Bogorad (DWZ 2148) taktisch unter die Räder kam, ärgerte sich anschließend über seine Partie. An Brett 1 wählte Christopher Blomel gegen Eugene Tripolsky (2205) den Max-Lange-Angriff mit der Verbesserung 5… Sxe4 und konnte die resultierende dynamische Stellung jederzeit im Gleichgewicht halten, so dass die Partie leistungsgerecht unentschieden endete.

Auch die Partie von Marius Fränzel an Brett 3 – ein c3-Sizilianer gegen Wolfgang Kühler (2060) – verließ niemals die Remisbreite, obwohl Schwarz im Mittelspiel leichten Raumvorteil erlangen konnte, der allein zum Gewinn aber nicht ausreichte. Die spannendste Partie des Tages spielte am letzten Brett Daniel Borgmann gegen Wolfgang Klietsch (1911): In einem Najdorf-Sizilianer hatte Klietsch zwar immer leichten Vorteil, da Daniel aber den weißen Damenflügel konsequent unter Druck hielt, kam Weiß nie zu einem freien Figurenspiel. Angesichts der Tatsache, dass der Kampf ohnehin entschieden war, wurde auch diese Partie friedlich beendet.

Damit ist nur noch unsere erste Pokalmannschaft im Wettbewerb.

Durchschnittliche SG-Bilanz beim Wermelskirchener Jugend-Cup

Vom 02.–06.10.2006 richtete der SV Wermelskirchen bereits zum achten Mal unter Federführung des rührigen Jugendwartes Frank Hermes in den Herbstferien den Wermelskirchener Jugend-Cup aus. Neben den beiden Open-Turnieren, die in 7 Runden CH-System ausgetragen wurden, war dabei auch wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Schnellschach. Blitzschach, Tandem, Fußball etc. geboten.

Leider fanden in diesem Jahr nur 41 Jugendliche den Weg ins Oberbergische, darunter 7 SG-Jugendliche. Im Pokalturnier, das für die älteren Jugendlichen mit DWZ über 1500 vorgesehen war, hatte es im Vorjahr einen Doppelsieg durch Benny Marquardt und Naufel Elmali gegeben. Diese gehörten hinter dem topgesetzten Gerresheimer Aleksij Savchenko auch in diesem Jahr zum Favoritenkreis. Doch nach einem Start mit jeweils 2/2 und einem Remis im direkten Duell unterlagen beide gegen Savchenko, den Benny im Jugendkampf vor drei Wochen noch bezwungen hatte. Danach folgten weitere Remisen gegen schwächer eingestufte Kontrahenten, so dass es am Ende »nur« für die Medaillenränge reichte. Naufel landete mit 5 Zählern auf dem zweiten Rang, während Benedikt mit einem halben Punkt Rückstand Dritter wurde. Durchschnittliche SG-Bilanz beim Wermelskirchener Jugend-Cup weiterlesen

Wegerle verpasst Turniersieg in Worms

Nach fast halbjähriger Turnierabstinenz nutzte Jörg Wegerle vom 30.09.–03.10.2006 beim Nibelungen-Open in Worms die Chance, vor dem Europapokal an seinem Studienort noch etwas Spielpraxis zu sammeln. Auch wenn es ihm hauptsächlich auf die Praxis und weniger auf das Schlussresultat ankam, konnte sich Jörg als Vierter der Setzliste im mit 149 Teilnehmern (5 IM) besetzten Feld durchaus Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen.

Das Turnier verlief dann auch sehr vielversprechend, denn mit vier Siegen sowie zwei Schwarzremisen gegen die IM Till Wippermann (2427) und Maxim Chetwerik (2303) lag Jörg vor der Schlussrunde geteilt an der Tabellenspitze und bekam dort mit Weiß gegen Ansgar Barthel (2227) eine lösbare Aufgabe zugelost. Doch bereits in der Eröffnung verwechselte Jörg die Züge und spielte danach eine hierzu nicht geeignete Stellung zu lange auf Gewinn. Dies führte zu einer seiner ganz seltenen Weiß-Niederlagen und dem überraschenden Turniersieg seines Kontrahenten, während Jörg auf Platz 9 durchgereicht wurde.

Ergebnisse und weitere Infos unter www.hotel-boos.de

SG I im Pokal-Viertelfinale

In einem vorgezogenen Kampf der zweiten Runde des Bezirks-Vierer-Pokals konnte sich unsere erste Mannschaft problemlos mit 4:0 gegen die junge Mannschaft vom SC Solingen 1928 III durchsetzen. Nachdem Torsten Werbeck und Massimo Füllbeck mit den weißen Steinen frühzeitig Material gegen Anja Melcher und Terje Westhofen gewinnen konnten, stand es schnell 2:0. Danach wehrte sich Familie Düxmann noch lange; schließlich mussten sich aber sowohl der 1. Vorsitzende Dirk Düxmann gegen Andreas Peschel als auch Marcel Düxmann gegen Oliver Kniest im Endspiel geschlagen geben, so dass der Einzug ins Viertelfinale des Bezirks-Pokals perfekt war.

Favoritensiege in der 1. Runde des Jugendpokals

In der ersten Runde des Jugendpokals setzten sich die Favoriten überwiegend recht locker durch und qualifizierten sich für die im Februar  stattfindende 2. Runde. Während David Möller gegen Lucas Eichhorn, Alexander Kirschbaum gegen Clemens  Hasler, Anton Hannewald gegen Alexaner Fuchs und Tobias Leuther gegen Thorben  Voigt recht locker (2:0) gewannen, musste Yannic  Neuhaus gegen Robert Lams schon die Hilfe von Caissa  in Anspruch nehmen: Trotz zweier klarer Gewinnstellungen konnte Robert am Ende nur einen halben Punkt einstreichen (½:1½). Die Begegnungen Tillmann Küther gegen Philipp Andrä und Jan Porstmann gegen Leo Rizzi finden zu einem späteren  Zeitpunkt statt, während Lukas Rasspe Lange das Freilos  zugelost erhielt.

Zur Ergebnisübersicht der Jugendpokals

Unglücklicher Endspurt von Pilaj in Graz

Kurz vor Beginn seines Auslandstudiums in Spanien war Herwig Pilaj nochmals schachlich in seiner Heimatstadt Graz aktiv. Dort nahm er vom 16.–24. September am traditionellen Open teil, das in diesem Jahr wegen der Kollision mit der Staatsmeisterschaft am September-Anfang etwas später als üblich stattfand. Dies führte zu einem erheblichen Teilnehmerschwund, so dass nur 111 Spieler am Start waren.

Dennoch war die A-Gruppe mit 42 Teilnehmern, davon 2 GM und 10 IM, gewohnt gut besetzt, so dass Herwig den siebten Platz in der Startrangliste einnahm. Offenbar wollte er vor allem seine Remisserie bei den Staatsmeisterschaften vergessen machen, denn in den ersten sieben Runden überzeugte er mit ausgeprägtem Kampfschach, unterlag zwar den beiden Favoriten GM David Shengelia und GM Ilya Balinov, konnte sich aber mit 4½/7 gute Hoffnungen auf eine gut dotierte Spitzenplazierung machen. Leider verdarb der schwache Schlussspurt mit nur einem weiteren Remis dieses Unterfangen, so dass es nur zu Platz 13 und einem »kleinen Taschengeld« reichte, das als Schmerzensgeld für die verlorenen Elo-Punkte dienen konnte.

Die Ergebnisse des Grazer Open gibt es unter www.chess-results.com

Sechste setzt sich beim doppelten Heimspiel durch

Während sich in den vergangenen beiden Jahren bei den vereinsinternenen Duellen zu Saisonbeginn die jeweils favorisierte Mannschaft nicht durchsetzten konnte, gelang diesmal in der 2. Bezirksliga der VI. ein letztlich sicherer, in der Höhe aber unverdienter 6½:1½-Sieg über die VII. Mannschaft. Dabei musste die VI. auf einen ihrer Stammspieler verzichten, während die VII. komplett antratt. Sechste setzt sich beim doppelten Heimspiel durch weiterlesen