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Pokalteam im DSB-Viertelfinale

Unser Viererpokal-Team hat auf deutscher Ebene die Runde der letzten Acht erreicht. Gegen den Klub Kölner Schachfreunde gab es im »Finale« der Zwischenrunde in Gescher einen verdienten 2½:1½-Erfolg.

Das Los hatte ein Auswärtsspiel für unser Quartett ergeben. Beide Mannschaften vertrauten dabei auf ihre Aufstellungen vom Vortag (im Pokal ist auf DSB-Ebene die Aufstellung frei wählbar). Sehr schnell endete die Partie von Jörg Wegerle am zweiten Brett im Remishafen. Sein Gegner FM Mark Helbig (2356) tauschte mit Weiß in einer Damengambit-Variante sehr schnell viel Material ab, so dass die Partie rasch verflachte. Die nächste Entscheidung fiel dann erst mit der Zeitkontrolle: Markus Schäfer hatte seinen Gegner Andreas Wißkirchen (2252) klar überspielt und wies einen gesunden Mehrbauern inklusive besserer Stellung auf, als er in der Zeitnotphase trotz besserer Zeit plötzlich »einschlief« und vor Ausführung seines 40. Zugs die Zeit überschritt!

Erfreulicher Weise hatte dieses bittere Mißgeschick keine Auswirkungen auf die Mannschaft, denn Lorenz Drabke hatte am 3. Brett seinen Kontrahenten Reinhard Bonnmann (2253) aus einer völlig ausgeglichenen Stellung dank einiger Ungenauigkeiten seines Kontrahenten überspielen können und sorgte für den Ausgleich. Für den Schlusspunkt in der besten Partie des Tages sorgte dann Spitzenbrett Michael Hoffmann, der gegen den sehr gefährlichen Dieter Morawietz (2453) im Englischen Angriff eine exzellente Leistung zeigte und somit den verdienten Siegtreffer erzielte.

Im Viertelfinale muss die Mannschaft nun am 10.02.2007 beim bayrischen Landesligisten SV Bad Königshofen antreten.

Bergischer Derby-Sieg im Deutschen Pokal

Das »Unternehmen Titelverteidigung« im deutschen Viererpokal führte unsere Mannschaft in der Zwischenrunde, in der traditionell 32 Mannschaften an acht Orten um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen, nach Gescher. Im Münsterland waren neben dem Gastgeber SK Gescher mit dem Klub Kölner Schachfreunde und der Elberfelder SG noch weitere »alte Bekannte« aus unzähligen NRW-Kämpfen am Start.

Die Auslosung erbrachte für den Samstag ein Heimspiel und ein echtes Derby gegen die ESG, die in der Aufstellung FM Rainer Odendahl, FM Frank Noetzel, Jürgen Wicht und Gerd Kurr antrat. Dabei begann der Kampf aus Solinger Sicht exzellent, denn ausgerechnet Jänisch-Gambit-Experte Frank Noetzel (2338) unterlief gegen Jörg Wegerle ein grober Eröffnungs-Fehler, der unseren angehenden IM bereits nach sechs Zügen mit einem gesunden Mehrbauern ausstattete, wonach er die Partie souverän nach Hause brachte. Ähnlich klar gestaltete sich die zweite Weiß-Partie von Lorenz Drabke am dritten Brett, der sukzessive positionelle Vorteile gegen Jürgen Wicht (2157) anhäufte, die später Materialgewinn und einen vollen Zähler zur Folge hatten. In Anbetracht dieses positiven Kampfverlaufs scheute Markus Schäfer am vierten Brett das letzte Risiko und gab sich gegen Gerd Kurr (2216) in minimal besserer Position mit Remis zufrieden, so dass der Achtelfinal-Einzug gesichert war. Spitzenbrett Michael Hoffmann versuchte im Anschluss noch lange, in einem Damen- und Springerendspiel gegen Rainer Odendahl (2400) den vollen Zähler zu erringen, musste aber schließlich gegen die exakte Verteidigung des Elberfelder Frontmannes mit einer Punkteteilung zufrieden sein, wonach der 3:1-Sieg feststand.

Morgen geht es gegen den KKS, der sich mit 2:2 dank besserer Brettwertung gegen den SK Gescher durchsetzen konnte.

Dritte verpasst Überraschung

In einem vorgezogenen Kampf des 5. Spieltags der NRW-Klasse musste sich unsere dritte Mannschaft am ungewohnten Samstag-Termin im ungewohnten Ausweich-Domizil »Schwerthof« trotz guter Leistung dem aktuellen Tabellenführer Mülheim Nord II mit 3:5 geschlagen geben.

Die Vorzeichen für das Duell waren dabei denkbar ungünstig, denn durch die Teilnahme der gegnerischen Spieler Marcel Becker und Benjamin Tereick an der deutschen Einzelmeisterschaft musste der Kampf verlegt werden, wobei wir bei allen potentiellen Ausweichterminen mit großen Personalproblemen zu kämpfen hatten. So fehlten mit IM Bernd Schneider, Markus Boos und Dirk Schockenbäumer letztlich drei Stammspieler, so dass wir gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer aus Mülheim an allen Brettern deutliche nominelle Nachteile aufwiesen. Dritte verpasst Überraschung weiterlesen

Fehlstart für 2. Jugendmannschaft

Unsere zweite Jugendmannschaft hat auch den zweiten Kampf an diesem Wochenende verloren und damit einen Fehlstart in die Jugend-Verbandsliga erwischt. Beim Heimkampf gegen den PSV Wuppertal, der aber wegen der kurzfristigen Spiellokal-Not bei den Gästen ausgetragen wurden, gab es wie am Vorabend in Erkrath eine knappe 14:17-Niederlage.

Dabei sah es zunächst sehr gut aus: Der PSV besitzt seit Jahren nicht das auf Verbandsebene noch zwingend erforderliche Mädchenbrett, so dass Charlotte Andrä zu einem kampflosen Zähler kam und die Mannschaft mit 3:0 in Führung brachte. Außerdem zeigte sich auch Robert Lams im Vergleich zum Vortag stark verbessert und konnte einen vollen Zähler einfahren. Doch leider konnten seine Teamkollegen nicht an diese Vorgaben anknüpfen und es setzte Niederlagen für Jan Porstmann, Thorben Voigt, Alexander Fuchs und Lucas Eichhorn. Als auch Spitzenbrett Philipp Andrä seinen König umlegen musste, war damit auch der zweite Kampf verloren. Der Sieg von Yannic Neuhaus bedeutete lediglich Ergebniskosmetik zum 3:5 nach alter Brettwertung.

Damit steht die junge Mannschaft wie im Vorjahr nach zwei knappen Niederlagen bereits zum Auftakt am Tabellenende und wird erneut um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

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Knappe Auftaktniederlage für 2. Jugend

Mit einem ungewöhnlichen Termin, nämlich einem Nachholspiel am Freitagabend begann für die 2. Jugendmannschaft die Saison in der Jugend-Verbandsliga. Dabei musste die sehr junge Mannschaft beim nominellen stärksten Team der Liga, dem SC Erkrath, antreten.

Die Gastgeber konnten lediglich sieben Spieler an die Bretter bringen, so dass Alexander Fuchs mit einem kampflosen Punkt bedacht wurde, der ja in der speziellen Jugend-Punktwertung mit 3:0 gezählt wird. Charlotte Andrä bot in ihrer ersten Turnierpartie nach langer Pause eine starke Vorstellung und erreichte eine Gewinnstellung, in der sie jedoch keinen Plan fand und sich deshalb auf Remis einigte. Weniger erfreulich waren die Vorstellungen von Tillmann Küther und Robert Lams, die nach schwachen Leistungen klar unterlagen. Der glückliche Sieg von Thorben Voigt, der seine zunächst gute Stellung in alter Zocker-Manier völlig ruiniert hatte, um schließlich doch noch vom finalen Fehler seines Kontrahenten zu profitieren, ließ noch einmal Hoffnung aufkommen.

Leider setzte sich dann an den vorderen Brettern die nominelle Überlegenheit der Erkrather durch, so dass sich Yannic Neuhaus und Jan Porstmann trotz hartnäckiger Gegenwehr letztlich geschlagen geben mussten, wonach der Kampf verloren war. Einen tollen Teilerfolg erzielte zum Abschluss noch Spitzenbrett Philipp Andrä, der dem fast 500 DWZ-Punkte besseren Jerome Neumair ein Remis abknöpfen konnte.

Leider konnte auch dieser schöne Erfolg die knappe 14:17-Niederlage (3:5) nicht verhindern, die hoffentlich bereits am morgigen zweiten Spieltag wieder ausgebügelt werden kann.

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Vereins-Blitzturnier mit Minusrekord

Der erste Spielabend im neuen Jahr machte die aktuelle Misere des Vereinslebens mehr als deutlich: gerade einmal sechs Spieler, darunter mit Uwe Reiz ein Gast vom OTV und mit Lars Krämer ein interessierter Vereinsloser, fanden sich zum dritten Vereins-Blitzturnier ein. Somit kann es im weiteren Jahresverlauf nur besser werden …

Im doppelrundig ausgetragenen Turnier gab sich der haushohe Favorit Michael Berg keine Blöße, erlaubte lediglich zwei Remisen und siegte überlegen mit 9/10. Den zweiten Platz konnte sich vor allem dank eines 2:0-Sieges im direkten Vergleich etwas überraschend Stephan Borchert (7) vor Andreas Peschel (6½) sichern. Uwe Reiz (4), Martin Wandzik (3½) und Lars Krämer belegten die weiteren Plätze.

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Achte verteidigt Tabellenführung souverän

Mit einem ungefährdeten 5½:2½-Auswärtssieg bei den Schachfreunden Unterbarmen hat unsere achte Mannschaft die Tabellenführung in der 1. Bezirksklasse souverän verteidigt und weist nun 8:0-Zähler auf.

Dabei musste die Mannschaft auf die bewährten Stammkräfte Tobias Leuther und Dr. Roman Diederichs verzichten, für die Alexander Kirschbaum und Markus Werner ins Team rückten. Nach einem korrekten Remis von Manfred Werner war zunächst ein Rückstand zu verzeichnen, da Martin Wandzik in einer komplexen Stellung eine taktische Finesse übersah und dadurch seine Dame einbüsste, was den Partieverlust zur Folge hatte. Im Anschluss einigte sich auch Routinier Stephan Kaiser in ausgeglichener Position mit seinem Kontrahenten auf Remis. Auch als Markus Werner bei seinem Saisondebüt einen Mehrbauern im Damenendspiel nicht zu einem vollen Zähler ummünzen konnte, blieb die Mannschaft ruhig, da sich die Geschehnisse an den verbleibenden vier Brettern ganz im Solinger Sinne entwickelten.

So konnten Alexander Kirschbaum und Dmitry Iov mit sehr souveränen Partien die Wende einleiten und die Mannschaft erstmalig mit 3½:2½ in Führung bringen. Für die Entscheidung sorgte dann in der vielleicht besten Partie des Tages Spitzenbrett Daniel Borgmann, der offenbar seine »Krefeld-Form« bewahrt hatte und seinen um über 200 DWZ-Punkte besseren Gegner klar überspielte. Der Schlusspunkt war dann Jan-Hendrik Berents vorbehalten, dessen Kontrahent durch einen Damen-Einsteller seine ohnehin schlechtere Stellung endgültig ruinierte, wodurch der 5½:2½-Endstand perfekt war.

Am 11.02.2007 erwartet die Achte nun die Reserve von Mettmann-Sport zum Spitzenspiel.

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Gelungener Jahresauftakt für Michael Hoffmann

Das Hilton-Open in Basel wurde in diesem Jahr vom 01.–07.01.2007 ausgetragen und hatte dabei im Meisterturnier mit 12 GM und 13 IM im 78-köpfigen Teilnehmerfeld seine bisher beste Besetzung. In diesem illustren Kreis vermochten die beiden Solinger Teilnehmer IM Michael Hoffmann und IM Lorenz Drabke voll zu überzeugen.

Hoffmann startete mit zwei frühen Remisen gegen schwächere Spieler, hatte sich aber nach einem Sieg über IM Nedeljko Kelecevic (2363) mit 4/5 an die Tabellenspitze vorgeschoben. In den beiden Schlussrunden gelangen ihm dann zwei Punkteteilungen mit Schwarz gegen GM Nenad Sulava (2537) und den früheren Weltranglisten-Dritten GM Andrei Sokolow (2605). So erreichte er mit 5/7 den geteilten 3.–10.Platz und konnte sich als Wertungsfünfter über ein schönes Preisgeld und einen guten Jahresauftakt freuen.

Einen halben Zähler weniger erzielte im Endresultat Lorenz Drabke, der mit Remisen gegen die GM Igors Rausis (2521) und Ivan Nemet (2367) ebenfalls überzeugen konnte. Nachdem er durch eine Niederlage in Runde 4 gegen GM Sulava etwas zurückgefallen war, kämpfte er sich ähnlich wie in Böblingen wieder nach vorne und schaffte so auf dem geteilten 11.–20.Platz noch knapp den Sprung in die Preisränge.

Weitere Infos zum Open in Basel unter: www.beochess.ch

Jan Porstmann qualifiziert sich für NRW-Meisterschaft

Mit einer großen positiven Überraschung endeten die vom 02.–06.01.2007 in Kranenburg ausgetragenen Niederrhein-Meisterschaften der Jugend aus Solinger Sicht.

Jan Porstmann erreichte nach einem hervorragenden Turnier in der U12-Konkurrenz mit 5/7 den geteilten zweiten Platz, unterlag dann im Stichkampf 1:2, konnte sich aber auch auf dem Bronzerang über einen schönen Pokal und die völlig unerwartete Qualifikation zur NRW-Meisterschaft freuen. Dieser Erfolg kam vor allem deshalb so überraschend, da Jan, der auf Bezirksebene Vierter geworden war, nach Weihnachten zu einem 10-tägigen Skiurlaub aufgebrochen war und die Teilnahme in Kranenburg bereits abgesagt hatte. Am 30.12. vermeldete Vater Porstmann dann aber großen Schneemangel, so dass eine vorzeitige Rückreise organisiert wurde und Jan als Nachrücker noch ins Turnier gelangte. Jan Porstmann qualifiziert sich für NRW-Meisterschaft weiterlesen

Peschel und Wirths gleichauf in Schwäbisch Gmünd

Das größte und schönste deutsche Neujahrs-Open findet traditionell in Schwäbisch Gmünd statt. Auch diesmal waren vom 02.–06.01.2007 in den verschiedenen Turnieren über 500 Teilnehmer am Start, die wie üblich exzellente Spielbedingungen und eine hervorragende Organisation vorfanden. Im Hauptturnier waren 341 Spieler am Start, wobei nicht nur die gut besetzte Spitze (5 GM, 14 IM), sondern vor allen das extrem starke Mittelfeld beeindruckte.

So besaß Clara Wirths mit ihrer Elo-Zahl von über 1900 die Startlistenposition 181! Folglich verwunderte es nicht, dass sie nach mäßigem Start nur bei 1½/4 im hinteren Mittelfeld rangierte. Doch wie in der Vorwoche in Böblingen steigerte sich Clara an den letzten drei Tagen enorm und blieb gegen hauptsächlich stärkere Gegnerschaft ungeschlagen, so dass sie letztlich mit 5/9 im oberen Mittelfeld auf Platz 116 über den Erwartungen ins Ziel kam.

Weniger erfreut war Andreas Peschel über seine 5 Zähler, die für ihn letztlich Platz 99 bedeuteten. Nachdem er in der 2. Runde gegen einen 1700er in Gewinnstellung die Dame eingestellt hatte, fand er danach wieder zur guten Form aus der Vorwoche zurück, remisierte u. a. gegen FM Eisenbeiser (2344) und lag mit 5/8 und klarem Elo-Plus gut im Rennen. Leider unterlief ihm dann in der Schlussrunde eine schwerwiegende Variantenverwechslung, nach der er eine überflüssige Niederlage quittieren musste, welche sein Turnier ein wenig ruinierte.

Alle Ergebnisse und Infos unter: www.stauferopen.de