Traditionell bilden die Deutschen Jugend-Vereinsmeisterschaften den Jahresabschluss mit 8 Turnieren, die in den fünf allgemeinen und drei Mädchen-Altersklassen zwischen Weihnachten und Silvester ausgetragen werden. In diesem Jahr ist es ein besonderes Event, denn die Deutsche Schachjugend holt in Magdeburg ihre 2020 zum 50-jährigen Bestehen wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Jubiläumsmeisterschaft nach, bei der erstmals alle diese Turniere zentral an einem Ort ausgetragen werden. Dank unserer tollen Ergebnisse bei den NRW-Jugendmeisterschaften in der Saison 2022/23 sind unsere Talente mit drei Mannschaften vertreten und starten in der U20w, U16w und U12.
Im Foyer des Maritim-Hotels: Janis + Jaroslav Meijers, Alina + Dima Kovylov, Shreyas Shivkumar, Chessy, Maida Fteahovic, Diya Dhanasekaran Meenambigai
Die Preisträger: Jonas Kupke, Stadtmeister Ewald Fichtner, Turniersieger Timur Kocharin, Pascal Grzeca, Dima Kovalyov, Stanislv Koshel und Arsenii Vladov (v.l.n.r.)
Mit einem – zumindest auf den ersten Blick – überraschenden Sieger endeten die Schnellschach-Stadtmeisterschaften 2023. Den 15-jährigen Timur Kocharin hatten vermutlich nur Insider auf der Rechnung, zumal er sich mit einer bescheidenen Schnellschach-Elo von 1958 nur auf Platz 13 der Setzliste einsortierte. Allerdings ging er mit der zweithöchsten DWZ ins Turnier und hatte in dieser Saison u. a. in der Bundesliga für den TSV Schönaich bereits sein Talent unter Beweis gestellt. Nach 5 Siegen zum Auftakt reichten ihm 2 Remisen in den Schlussrunden vor dem punktgleichen weiteren Überraschungsmann, Pascal Grzeca (Springer Siershahn), zum Turniersieg. Als bester Solinger ging der Stadtmeistertitel an den Gesamtvierten Ewald Fichtner.
Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Blitzschach, die am 10.06.2023 anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums vom SV Dinslaken ausgetragen wurden, verpasste unsere Blitzmannschaft in der Besetzung Loek van Wely, Alexander Krastev, Alexander Naumann, Jörg Wegerle und Markus Schäfer knapp ihren fünften Deutschen Meistertitel in dieser Disziplin und musste in einem Feld von 26 Mannschaften mit 44:06 Punkten und einem Zähler Rückstand auf den neuen deutschen Meister SG Remagen-Sinzig mit Platz 2 zufrieden sein.
Die Bürgermeisterin von Dinslaken Michaela Eislöffel, der 1. Vorsitzende des SV Dinslaken, Markus Mühlbacher, Loek van Wely, Alexander Naumann, Markus Schäfer, Oliver Kniest (Foto: Paul Meyer-Duncker)
»She did it again« – wie im Vorjahr gelang Yaroslava Sereda bei den deutschen Jugendmeisterschaften ein perfekter Endspurt mit drei Siegen und wiederum konnte sie sich dank dieser exzellenten Bilanz noch auf das Siegertreppchen vorschieben und nach den Meisterschaften 2019 (U12w) und 2022 (U16w) zum dritten Mal eine Bronzemedaille bei Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften bejubeln.
Die Siegerinnen der U16w (v.l.): Anastasia Voigt, Charlotte Hubert, Dora Peglau, Yaroslava Sereda, Michelle Trunz
Teamwork beim Rodeln, gleiche Punktausbeute beim Schach: Shreyas Shivkumar und Sarah Fetahovic
Zwei Drittel des Turniers sind bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Willingen absolviert und unser Quartett scheint das Turnier im Gleichschritt absolvieren zu wollen. Während Yaroslava Sereda und Sarah Fetahovic (U16w) ebenso wie Diya Dhanasekaran Meenambigai (U12w) alle jeweils 3½/6 aufweisen, liegt auch Shreyas Shivkumar in der U10 mit 4/7 bei »+1«.
Vom 27.05.–04.06.2023 werden in Willingen die Deutschen Einzelmeisterschaften der Jugend ausgetragen, die für viele junge Talente den uneingeschränkten Höhepunkt ihres Schachjahres darstellen. Mit 776 Spielerinnen und Spielern, die 15 Deutsche Meister ausspielen sowie mehreren hundert Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern und Organisatoren steht das gesamte Sauerland Sternhotel für eine Woche vollständig im Zeichen des königlichen Spiels. Während es für Yaroslava Sereda bereits die fünfte Teilnahme seit 2019 ist, gehen Sarah Fetahovic, Diya Dhanasekaran Meenambigai und Shreyas Shivkumar alle als Debütanten ins Turnier und waren dementsprechend aufgeregt.
Das Siegerteam: Diya Dhanasekaran Meenambigai, Yaroslava Sereda, Sarah Fetahovic, Maida Fetahovic
Mit einem abschließenden 3½:½-Sieg gegen das Charlotte-Paulsen-Gymnasium Hamburg hat unser Mädchenquartett des Gymnasiums Schwertstraße die deutsche Schulschachmeisterschaft mit dem perfekten Ergebnis von 14:0 Zählern abgeschlossen. Damit rundete das Quartett ein perfektes Turnier ab, bei dem sie vier Punkte Vorsprung zwischen sich und das Verfolgerfeld legen konnten.
Die Schachgesellschaft gratuliert unseren zweifachen Deutschen Schulschachmeisterinnen ganz herzlich!
Nach einem starken zweiten Turniertag mit drei weiteren Siegen dürfen sich die Mädchen des Gymnasiums Schwertstraße bei den Deutschen Schulschachmeisterschaften in Kassel bereits vor der morgigen abschließenden Runde über die Titelverteidigung freuen. Mit 12:0 Zählern hat sich das Quartett um Spitzenbrett Yaroslava Sereda, die bisher alle 6 Partien gewinnen konnte, einen Vorsprung von drei Mannschaftspunkten herausgearbeitet und könnte auch im Falle einer morgigen Niederlage nicht mehr eingeholt werden.
Vom 14.-17.05.2023 finden in diesem Jahr die deutschen Schulschachmeisterschaften in der Wettkampfklasse Mädchen in Kassel statt. Dabei versucht die Mannschaft des Gymnasiums Schwertstraße in der Besetzung Yaroslava Sereda, Sarah Fetahovic, Diya Dhanasekaran Meenambigai und Maida Fetahovic, das vor Ort von Marcel Schulte und Celina Caspary betreut wird, ihren Vorjahrestitel zu verteidigen. Dabei verlief der erste Turniertag außerordentlich erfolgreich: mit drei Siegen konnte sich die Mannschaft an die Tabellenspitze setzen und dabei unter anderem das Prestigeduell gegen den amtierenden NRW-Meister vom Gymnasium Schloß Neuhaus aus Paderborn für sich entscheiden.
Nach einem starken Turnier konnte sich unser Blitzquintett in der Besetzung Loek van Wely, Alexander Krastev, Dr. Daniel Schlecht, Markus Schäfer und Michael Berg mit 38:2 Punkten den NRW-Meistertitel bei den am 13.05.2023 in Südlohn ausgetragenen Landesmeisterschaften sichern. Topscorer im Team war dabei Alexander Krastev, der sich nach überstandenen schriftlichen Abiturprüfungen in blendender Spiellaune präsentierte und am zweiten Brett 18½/20 totalisierte.